Real Time Web Analytics Amica certus in re incerta cernitur

Amica certus in re incerta cernitur

varium mutabile semper femina

schönes Wetter heute…

Gestern Abend haben wir im Freisitz des Hauses gesessen und ein bisschen gefeiert. Gut dass ich für solche Fälle immer einen extra Grill in der Garage habe. Es ist wieder spät geworden.
Vorhin bin ich aufgestanden und habe erst mal gefrühstückt – Obst und Joghurt, einen Tee und danach einen Espresso. Nachher werde ich aufbrechen, um mich zu Mittag mit Freunden in einer Gaststätte zu treffen. An der Wanderung dorthin wollte ich nicht teilnehmen, um meinen lädierten Fuß noch etwas zu schonen. Ich hatte wohl mit all meinen Bemühungen abzunehmen, meiner Gesundheit, dem Stoffwechsel und wohl auch meinem alter mehr geschadet als genutzt. Ich hoffe aber, dass das alles wieder ins Lot kommt. Man kann eben im Alter nicht über seinen Schatten springen. Und es ist ja nochmal gut gegangen. Das Warnsignal war ausreichend, dass auch ich nun weiß, dass ich nicht mehr der Jüngste bin. Es mag nicht naiv gewesen sein, viel eher ein Ausdruck oder ein Ausweg dieses Gefühles für einen Menschen, das von vornherein durch meinen Phänotyp zum Scheitern verurteilt war. Geschichte.
Es macht keinen Sinn mehr darüber zu grübeln oder gar irgendwelchen Träumen oder Wünschen zu verfallen. Alle meine schlechten Eigenschaften wurden überdeutlich und immer wieder ehrlich vor Augen geführt. Ich fand diese Ehrlichkeit wirklich wichtig für mich. Es ist besser, als schlechter Mensch sein Dasein allein zu fristen, als sich durch grübeln das Leben noch weiter zu vergällen.
Nun werde ich erst mal am Garten vorbeifahren, im Gewächshaus gießen, nach den Fischen sehen und anschließend zum Mittagessen fahren und die Wandergruppe erwarten. Auf andere, eben bessere Gedanken kommen.

endlich wieder zu Hause

Vor einer halben Stunde bin ich angekommen. Habe mir erst mal einen Espresso zubereitet. Der Kühlschrank ist voll, ich brauche also nicht mehr einkaufen gehen. Für heute Abend haben sich paar Freunde angesagt, ich schätze wir grillen im Garten am Haus. Ich werde schon mal paar Fleischteile aus der Gefriertruhe nehmen, Rind und Strauß. Die anderen bringen die Salate und Getränke mit. Das wird sicher eine lange Nacht, bis in den Feiertag hinein. Ich werde morgen noch nicht mit Wandern gehen, ich möchte meinen Fuß noch schonen, aber zum Mittagessen morgen haben wir uns in einer Gaststätte verabredet. Da werde ich hinfahren. Den Freitag werde ich bei schönem Wetter im Garten verbringen. Ein bisschen bewegen, etwas tun und mal sehen, was sich am Abend anstellen lässt.
Nun aber fahre ich erst mal in meinen Garten. Mal sehen ob die Vögel mir noch ein paar Koi übrig gelassen haben.

Wochenteiler….

Bei meinem Ausflug gestern hatte ich mir nach Monaten etwas gegönnt. Zu meinem Kaffee nahm ich ein Stück Quark-Sahne, meinen absoluten Lieblingskuchen. Es gibt ja nichts, was mich davor hätte abhalten sollen. Und einmal ist keinmal. Man muss auch mal „sündigen“. Ich lag dennoch im Limit meiner Kalorienaufnahme.
Das anschließende Spazierengehen war nicht ganz schmerzfrei, aber schon wesentlich besser als noch vor paar Tagen.
Abends habe ich nur einen Salat gegessen.
Heute gegen Mittag werde ich endlich nach Hause fahren können – leider aber noch bis Ende nächster Woche krank geschrieben sein. Und dann geht das ganze von vorne los. Allerdings in einer Privatklinik. Hoffentlich gibt es keine Komplikationen und einen schnellen und guten Heilungsverlauf. Ein kleines Risiko gibt es ja immer, sieht man ja an meinem Knie.
Wenn ich zu Hause bin, werde ich ein paar Unterlagen überarbeiten müssen. Am wichtigsten ist, die Patientenverfügung und meine Willensbekundung im Falle eines Falles. Eben nur entsprechend den aktuellen Gegebenheiten anzupassen.
Nach wie vor gehe ich davon aus, dass Unkraut nicht vergeht.
Nun gleich noch ein Gespräch und anschließend kann es losgehen. Gepackt hatte ich heute Morgen gleich nach dem Aufstehen.
Gestern Abend hatte ich mal nach Urlaubsreisen für mich geschaut, mein Wunsch war es nach Mauritius, Reunion, Rodrigues oder eben Madagaskar zu fliegen. Die preiswerteste Reise, Flug und Hotel, liegt bei rund sechstausend Euro für eine Person. Vielleicht sollte ich mir doch einen anderen Urlaubsort suchen? Schließlich habe ich noch viele andere Dinge in naher Zukunft vor. Und egal, ob es ein Haus mit Grundstück wird oder im Garten der Teich umgebaut wird und die Wohnung neu eingerichtet wird, es kann nicht schaden, wenn ich von nun an weniger Geld zusätzlich ausgebe. Vielleicht gibt es ja noch ein bisschen Zukunft? Auch für derart schlechte Menschen wie mich? Und vielleicht würde ich mich ja noch verändern und bessern? Sicher kommt es immer auf den Blickwinkel und der Einstellung an.
Wenn ich nach Hause komme, werde ich mir erst mal die „Unschier“ im Garten ansehen. Schade, dass ich niemanden für Gartenarbeiten gefunden hatte. Von nun an kann ich ja wieder selbst Hand anlegen. Der nächste Krankenhausaufenthalt wird ja nicht so lange dauern, auch anschließend wird es kaum eine längere Zeit dauern bis ich mich wieder voll belasten kann.
Alles ist gut und richtig.

heute habe ich mich mal belohnt…

Ich habe sozusagen „Ausgang“ und bin in die Stadt gefahren, das Wetter ist trocken und bewölkt. Habe zwar noch kleine Probleme mit meinem Sprunggelenk, aber wer rastet, der rostet. So bin ich halt zum Domplatz gefahren und habe mir ein kleines Cafe gesucht. Von hier beobachte ich nun das Geschehen. Sicher werde ich nachher noch ein paar Schritte Richtung Fischmarkt gehen – vielleicht auch was schönes kaufen. Ich muss ja nun fast monatlich meine Garderobe neu bestücken, ich hoffe natürlich, dass es zu keinem Jojo Effekt kommt, aber eigentlich habe ich ja dann schon stufenweise in die andere Richtung vorgesorgt.. Ich meine damit nur, dass es mir nun eigentlich egal ist ob und wie fett ich bin.
Es ist schön zu wissen, dass das Leben weiter geht, man mal wieder davon gekommen zu sein scheint. Es gibt ganz sicher sehr viele Menschen, denen es wesentlich schlechter ergangen ist als mir.
Aber jetzt konzentriere ich mich auf das hier und heute. Vielleicht mit einem kleinen Gedanken an das Morgen und Übermorgen, ganz ohne Plan und Ziel mag es wohl doch nicht gehen.

Entwarnung….

Eine Entzündung durch Harnsäure, geht man der Sache nicht nach, kann es Gicht werden. Na das will ich doch nicht, trotz meines Alters bin ich dafür noch zu jung. Irgendwie habe ich mit der Entgiftung meines Körpers diese Entzündung ausgelöst. Dazu kommt wohl auch, dass ich meine Knochen ein bisschen über belastet hatte. Ich will eben mit allen Mitteln weiter abnehmen. Und ich schaff das!
Wahrscheinlich werde ich morgen entlassen. Ganz sicher werde ich nun nicht mehr so einfach mit Medikamenten oder „Nahrungsergänzungsmitteln“ experimentieren.
Das Sprunggelenk muss auch noch ein bisschen geschont werden. Bisschen Physiotherapie und so und nächste Woche geht es weiter. Auch Schwimmbad ist erst mal wieder eine Option.
Und mein Garten! Sicher total verwachsen, das Unkraut hat sicher überhand genommen in den letzten drei Wochen, in denen ich eingeengt war. Hoffentlich findet sich genügend Zeit etwas zu tun.
Meine Gartennachbarn hatten erzählt, dass täglich Komorane und Reiher meinen Teich heimsuchen. Trotz Netz befürchte ich, dass die zweiundvierzig kleineren, neuen Koi das nicht überlebt haben. Bis zu welcher Größe können Komorane und Reiher Fische fangen und fressen?
Ich werde erst nach der OP wieder richtig Zeit für meinen Koiteich haben. Dazu werde ich wohl erst nach der OP Zeit haben.
Aber mit all den Dingen, die ich habe machen lassen wird wohl mein Lebensmut zurück kehren und alles zu einem für mich guten Ende kommen lassen.
Der Teich muss in naher Zukunft sowieso umgestaltet werden. Fehler die ich damals, 2008, beim Errichten begangen hatte, möchte ich nun ausräumen.In dem neuen Teich wird es keinen Bodengrund und keine Pflanzen mehr geben. Naturteich, wie bislang, mag gut und schön sein, aber die Pflege ist weitaus aufwändiger. Und die Enten und anderen Tiere fühlen sich an einem Naturteich sofort heimisch und verunstalten den Teich.
Ende Juni wollte ich eigentlich zehn Tage verreisen – ans Meer, aber durch die Vergangenheit weiß ich, dass man bei solchen Aufgaben wie meine letzte OP geduldig sein muss und mit der Zeit großzügig umgehen sollte. Ergo werde ich erst mal keinen Urlaub machen. Meinen Sommerurlaub Juli / August muss ich aber nehmen. Ich habe einige Dinge in Griechenland und Bulgarien zu klären.
Wenn es halt nicht anders geht, werde ich im September mal wieder weiter weg fliegen, Mauritius, Reunion oder eben Madagaskar. Es entscheidet der Preis.
Und es gibt noch ein paar andere Termine zu beachten, Ende Juli der achtzigste Geburtstag meiner Mutter, im August der sechzigste Geburtstag einer Cousine und noch ein paar Ehrentage von Bekannten und Freunden. Damit ist der Sommer sicher rasch wieder vorüber, das Jahr wieder zu Ende. Und es geht mit Riesenschritten auf meinen Lebensabend, meine Rente zu.
Nun, heute gibt es erst mal etwas zu feiern – nichts folgenschweres diagnostiziert. Mögen halt alle daran teilhaben. Ich bin euphorisiert, zumindest ist mir leichter geworden.

wieder ein Tag weiter….

Große Auswertung heute kurz vor Mittag. Vermutlich nichts gefunden, was mich noch irgendwie zukünftig belasten könnte. All die Dinge, die ich tat, waren zusammen genommen wohl der Auslöser für diese Entzündung des Gelenkes. Vielleicht habe ich es übertrieben, Basica, OPC, Moringa, Korianderöl, Natron und Limettensaft – all diese Dinge waren wohl zu gesund und haben Giftstoffe aus meinem Körper schwemmen wollen. Dabei habe ich die Flüssigkeitszufuhr vernachlässigt. Ich dehydrierte, die Giftstoffe konnten nicht in dem Masse ausgeschwemmt werden. Die Entzündung war wohl nur ein Warnsignal meines Körpers. Hoffentlich kann ich bald wieder schmerzfrei laufen.
Die Blutwerte von heute sind auch besser, der OP steht nun fast nichts mehr im Weg.
Mit diesem inoffiziellen Ergebnis sieht die welt schon wieder besser aus. Sicher wird nachher auch nichts anderes mehr besprochen, außer vielleicht, dass ich meine Nieren schonen sollte und ausreichend Flüssigkeit aufnehmen muss.
Gestern Nachmittag hatte ich unangemeldeten Besuch hier, meine Hausperle war da. Eigentlich bestand überhaupt kein Grund dazu, es war eher persönlicher Natur. Und genau das mag ich nicht, wollte ich einen Anhang, würde ich mir eine „Beziehung“ suchen. Sie ist eben meine Hausperle und wird dafür bezahlt. PUNKT.
Ich möchte und kann keine Beziehung eingehen, muss immer noch an meinen Träumen verdauen. Und in meinem Alter kann man auch sehr wohl allein leben. Jedenfalls habe ich keine Angst mehr davor – noch vor einem Jahr sah ich das alles anders, konnte ich mir ein absolutes Alleinsein überhaupt nicht vorstellen.
Die Zeit ändert eben alles, trennt nach wichtig und unwichtig. Je älter man wird um so weniger gibt es im Leben „wichtiges“. Man lebt einfach ruhiger – in den Tag hinein. Mir hat sicherlich dieses letzte halbe Jahr geholfen, entschleunigt zu leben. Ich hatte mein ganzes Umfeld verändert, mein Hauptaugenmerk nach Innen gerichtet, nicht mehr viel Neues in Angriff genommen und dennoch eine gewisse Abwechslung gelebt. Auch zukünftig werde ich mit Freunden und Bekannten ab und an Dinge gemeinsam unternehmen. Ist ja kein Muss und ich kann jeweils entscheiden, was ich mitmachen und auch dazu beitragen möchte. Das reicht mir erst mal im Leben.
Ich freue mich und mir fiel ganz sicher ein Fels vom Herzen, dass sich diese Entzündung so einfach erklären läßt. Sicher kann ich noch diese Woche nach Hause. Ich kann mich eben in Ruhe auf meinen Termin am 2.6. vorbereiten. Es ist eine Privatklinik in Ffm`s Mitte, trotzdem mit dem Auto gut zu erreichen.
Und wenn diese Op gut verlaufen ist wird es auch irgendwie wieder vorwärts gehen, in kleinen Schritten, vielleicht trifft man ja noch mal auf eine, die dies verstehen kann und begleiten möchte? Zumal ich nun kaum noch Wünsche an eine Partnerin habe.

und gleich geht es weiter….

Seit gestern geht es meinem Fuß erstaunlich besser, etwas geschwollen, aber ich kann ihn wieder gut belasten. Sicher wird heute trotzdem noch punktiert und die Flüssigkeit abgezogen, ich kann mir nicht vorstellen, dass dann noch weitere Untersuchungen nötig sind. Ich möchte jetzt ganz einfach, nach zwei Wochen ohne Belastung meines Fußes, mich wieder richtig bewegen können.
Hoffentlich ist der CRP Wert nun auch gesunken, die Entzündung im Abklingen.
Das Leben geht weiter, es interessiert mich schon, warum ich wochenlang solche irren Schmerzen hatte. Nicht mal die OP Schmerzen waren so stark. Und da wußte ich auch warum diese Schmerzen da waren. Aber hier ist alles ein bisschen unheimlich.
Wenn der Schmerz ganz weg ist, der Fuß wieder mitmacht und das Blutbild wieder normale Werte aufweist bin ich schon zufrieden. In meinem ganzen Leben war ich selten krank, erst mit dieser Arthroskopie und der damit verbundenen Meniskusresektion begannen meine Probleme….
Nun im nachhinein zu jammern bringt ja nichts, im Prinzip habe ich es ja noch ganz gut überstanden, auch wenn das Knie nach der TEP und der Fuß und das Sprunggelenk nun Probleme bereiten.
Und gleich geht es wieder los zu den Untersuchungen. Ist auch immer ein bisschen Abwechslung in dieser Langeweile.

wieder einen Tag geschafft.

aber ein gutes Ergebnis gibt es auch: ich kann endlich wieder auf meinem Fuß auftreten, auch wenn dies all den Schmerzmitteln geschuldet sein sollte. Heute konnte ich auftreten. Wenn das morgen noch besser ist, wird es wohl nicht mehr dazu kommen, meinen Knochen zu punktieren. Ich sag es ja immer wieder, Unkraut vergeht nicht und die schlechtesten Menschen sterben zuletzt.
Irgendwie bin ich erleichtert, dass meine Entzündung im Sprunggelenk heilt, da muss ich auch nicht unbedingt wissen, woran es gelegen hatte. Sicher nur bisschen überlastet.
Mal sehen wie hoch der CRP Wert morgen ist. Alles andere interessiert mich kaum. Mir ist der Termin am 2.6. wichtig – dann habe ich erstmal all das Schlechte an mir optisch beseitigt. Das hilft mir sicher für den Rest meines Lebens. Schon allein die „Steigerung“ des Selbstwertgefühls macht einen enormen Schub nach vorn aus. Vielleicht wird das „Selbstwertgefühl“ oder Teile davon von der Seele gebildet, mein Selbstbewußtsein als Teil davon wurde ganz sicher vom Verstand geformt. Auch wenn die Lehre davon ausgeht, dass das Selbstbewußtsein Teil des Selbstwertgefühles ist. Mir ist das egal, Hauptsache es geht wieder vorwärts. Und dazu werde ich alles tun, ganz sicher!

Langeweile, ja und nein!

Es nervt – und wenn ich sowas sage, will das schon was heißen! Niemals zuvor hatte ich dieses Wort überhaupt auf mich angewendet.
Ich verbringe hier meine Zeit und hätte doch so viel zu tun.
Andererseits ist es wohl alles egal, ich habe mich dazu entschlossen, zukünftig völlig entschleunigt nur noch für mich zu leben. Es ist nicht mehr viel wichtig in meinem Leben. Fast schon könnte man sagen, wenn ich diese lästige Entzündung im Sprunggelenk und die letzte OP hinter mir habe lebe ich nur noch von einem Urlaub zum anderen. Es gibt noch einige Reiseziele, die ich gerne besuchen würde.
Auch möchte ich zukünftig niemanden mehr mich mit all meinen schlechten Eigenschaften, mit all den offen ausgesprochenen häßlichen Adjektiven über mein Aussehen, meine Gegenwart aufbürden. Ich habe erfahren, dass ich mein ganzes Leben lang eher ein geschöntes Bild von mir hatte. Das mag daran gelegen haben, dass ich in meinem früheren Leben nie oder kaum eigene Probleme hatte, oder eben aber, diese vor mir versteckt hielt. Andererseits war dies eine Grundlage dafür, immer mein Leben selbstbestimmt geführt zu haben. Ich habe mich in meinem Leben noch nie jemanden gebeugt – das wohl Einzige, das ich mir auch in Zukunft vorbehalten werde.
Einmal in meinem Leben wollte ich nachgeben, das hat mich in ein absolutes Chaos gestürzt, ein Chaos, das mich fast kaputt gemacht hätte. Ich wollte mch wegen irgendwelcher Gefühle verbiegen, Ja sagen nannte man das, ich durfte nie meine Meinung dazu sagen – solche Gespräche waren leider tabu. Ich war in einer Situation damals mit der Olga, wo ich sehr gerne jemanden zum Reden, Lachen, Lieben und Leben gebraucht hätte. Das wurde missverstanden. Wohl auch, weil ich mit all den schlechten Eigenschaften damals nur eine Witzfigur war. Und ganz sicher tat ich nichts um damit meinen schlechten Stand in dieser Sache aufzubessern.
Ich möchte nicht lamentieren, schon gar nicht hier über diese jüngste Vergangenheit grübeln, was wäre wenn oder so: Es wäre so oder so nicht anders geworden, an mir hat es wohl nicht gelegen, naja vielleicht mein schlechtes Aussehen, diese ehrlichen Worte sind geschrieben. Und ich halte mich daran.
Ich beginne fast schon wieder in alte Muster zu verfallen. Das mag ich nicht. Es mag lange gedauert haben, um festzustellen, dass ich ein Mensch bin, der mit so vielen schlechten Eigenschaften ausgestattet ist, dass ich mich nun meinem einsamen Schicksal stellen werde und auch allein sicher ganz gut zurecht kommen werde.
Um auf andere Gedanken zu kommen, werde ich nun mit einem Buch in den Park gehen, mich sonnen und etwas lesen. Auf andere Gedanken kommen. Vorsorglich hatte ich schon darum gebeten, heute keinen Besuch zu bekommen. Ich will mit mir allein sein. Abschließen mit der Vergangenheit.

Samstag Abend….

Gestaltungsspielraum – ich hatte mir zu Abend Sushi aus der Stadt bestellt. Ich habe hier ein Einzelzimmer und viel Ruhe. Vielleicht gehe ich nachher bis zum Dunkelwerden noch ein bisschen in den Park, irgendwie muss ich mich noch ein wenig bewegen. Sonst finde ich keinen Schlaf. Und immer nur grübeln, das will ich nicht mehr, das macht eh keinen Sinn.
Aber zum Glück gibt es hier immer was zum schlafen können.
Vor dem Einschlafen arbeite ich noch ein bisschen an meinem scrivener – Projekt. Eines der beiden Bücher möchte ich schon bald zu Geld machen.
Meine Hausperle war gegen Mittag wider Erwarten da. Hat mir was mitgebracht, mir die Post zum durchsehen gegeben und gefragt, was zu tun ist. Von hier kann ich eh nicht viel entscheiden, mein Garten tut mir leid, ich hatte bislang niemanden gefunden, der bezahlt einige Arbeiten verrichten möchte. Der Landschaftsgestalter will für diese zusätzlichen Aufgaben für knapp zwei Monate brutto fast 5T Euro. Ich finde, die sind woanders besser aufgehoben….
Wenn es niemanden gibt der für einen realistischen Lohn was tun will, wird der Garten in diesem Jahr eben auf mich warten müssen.
Morgen möchte ich keinen Besuch, ich finde allein zu sein ist sehr praktisch.