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varium mutabile semper femina

Kity & Kety von Arbanassi

Meine beiden Bolonka Damen fordern mich. Heute waren wir vier Stunden unterwegs und die beiden sind einfach nicht müde zu kriegen… 

Jetzt liegen sie neben mir und wollen sich streicheln lassen. Ich werde ständig abgelenkt…

Tauwetter – vorhin waren es in der Sonne +19°C!

Es hätte noch ein wenig kalt bleiben können – gegen die Nacktschnecken und Wühlmäuse im Garten. Allerdings ist das im Moment eher nebensächlich. Ich habe ganz andere, gesundheitlich schwerwiegende Probleme. Die kann man nun leider nicht mehr so einfach wegwischen. Jeder Tag an dem ich morgens aufwache ist ein Tag mehr meines Lebens… Gut das ich schon so relativ alt bin, es macht mir keine Angst mehr.  Letzte Woche hatte ich massive Magenschmerzen an der Operationsnarbe, schon seit einiger Zeit funktioniert der Magen nicht mehr so wie er sollte. Keinen Hunger und kein Völlegefühl mehr. Aber wenn ich mehr als 125 ml esse, habe ich ein Problem mit meinem Magen. Ich muss mich übergeben. Am besten ich brunche jeden Tag, denn nach einer halben … dreiviertel Stunde könnte ich wieder essen. Und dies wiederum macht dick – es ist zuviel. Und gut ist, dass ich keinen Alkohol mehr trinke, Gin Tonic, Wodka oder Whisky haben zu viele Kalorien. GsD ist das Trinken nun nicht mehr so wichtig, hat auch nicht geholfen, wohl eher geschadet. Aber auch das scheint Geschichte zu sein. Wenn ich diese Erkrankung überstehe werde ich mich meinen Immobilien im Ausland widmen. Hoffentlich finde ich noch eine Möglichkeit einer ausgewogenen gesundheitlichen Betreuung, da ich auch im Ausland regelmäßige Medikamente und Tests benötige. Das war bislang der Grund, weshalb ich noch nicht verzogen bin.

Nun dieses Jahr wird sicher noch ins Land gehen, eigentlich schade – aber ich hoffe ich überlebe es, hoffentlich wird es noch eine positive Prognose geben. Aber ich hatte nie Glück in meinem Leben, musste mir alles schwer erarbeiten…

Jetzt soll es wieder aufwärts gehen

Ich war noch bis gestern krank. Das spielt aber wohl als Rentner kaum eine Rolle. Die Infektionswerte im Blut sind normal – das ist erst mal gut. Ich finde auch gut, dass ich ab November kaum noch Alkohol getrunken hatte. Trotzdem hatte ich 2 kg zugenommen (im Krankenhaus!), die aber bereits wieder weg sind. Hätte ich weit mehr als die fünfzig Kg abgenommen, sollte ich mir wohl Gedanken um meine Organe machen. Undefiniertes Abnehmen deutet meist darauf hin, das etwas im Körper im Argen liegt. Bis auf die Entzündungenscheint nichts auffällig zu sein. Ich hatte in den letzten Wochen viele Untersuchungen bei den verschiedenen Fachärzten im Krankenhaus. Total durch gecheckt, sogar mehrmals Coronatests seit dem zweiten Lockdown.

Jetzt soll es wieder aufwärts und vorwärts gehen. Ich möchte nochmals meine Wohnung, bis auf Küche und Diele, renovieren lassen. Küche und Diele hatte ich letztes Jahr selbst renoviert. Nun sind Schlafzimmer, die beiden Wohnzimmer, das Gästezimmer und zum Schluss mein Arbeitszimmer dran. Dazu suche ich mir einen Handwerksbetrieb. Noch keine Idee habe ich für die Fenster, da hängen noch immer Gardinen und Übergardinen – ich möchte etwas moderneres, kann mich aber nicht entscheiden was und wie. Vielleicht fehlt da eine Frau mit Ideen?…

Nun war ich sechs Wochen im Krankenhaus, es konnte kaum etwas geklärt werden.

Ich weiß noch immer nicht woran ich bin. Niere, Leber, Lunge und Bauchspeicheldrüse sind angegriffen… Dabei bin ich noch gar nicht so alt… Und es beeinflußt mich kaum. Nun bin ich erst mal wieder zu Haus, kann mich um Heim und Garten kümmern. Schon mal Planen, was ich mir im kommenden Gartenjahr anschaffen möchte. Ein großes Thema: Terra Preta! Die Bodenverbesserung. Meine Wohnung möchte ich auch nochmal umbauen und sanieren lassen. Wenn ich älter werde, lege ich wohl nicht mehr so viel Wert darauf. Ich überlege noch meinen Lebensmittelpunkt tatsächlich zu verlegen. Aber all die Immobilien brauche ich eben nicht, ich sollte nun tatsächlich abwägen, wo ich den Rest meines Lebens verbringen möchte und den Rest rigoros verkaufen. Wenn ich ins Gras beisse ist eh alles egal.

Einfach einen Tag weiter…

wieviele Tage einfach aussortiertbleiben mir noch? Ich würde es gerne wissen wollen. Hilft es doch auch mein Leben zu bestimmen.

Für mich bedeutet das bisschen Leben wohl nun nicht mehr soviel, schon auch weil keiner das Ende kennt.

Was ich erleben wollte habe ich nicht erreicht, nach vielen Versuchen wurde ich einfach aussortiert….

Krankenhaus – Langeweile

Die einzige Abwechslung ist tatsächlich der Tagesablauf, ansonsten ist alles stinklankweilig – nichtmal Besuch bekomme ich, ich wüßte auch nicht wer mich noch besuchen könnte. Alle sind weg oder inzwischen gestorben. Durch Corona habe ich leider viele Verbindungen abgebrochen. Mein Leben als Rentner hatte ich mir so nicht vorgestellt. Auswandern ist im Moment auch nicht so einfach. Es ist ein Scheißleben… 

Krankenhaus ist langweilig…

Täglich der gleiche Tagesablauf und zwischendurch Langeweile, man fühlt sich wie ein Tier im Zoo…

Und kein Ende in Sicht. Man lebt nach dem Reglement der Schwestern, Therapeuten, täglichen Visiten und den zeitlich gebundenen Mahlzeiten. Abwechslung bieten die Raumpflegerin und der Mitarbeiter, der nach den Wünschen für die „Verpflegung“ des nächsten Tages fragt…

Nieren, Leber, Magen und Darm, Bauchspeicheldrüse nicht mehr in Ordnung – kriegen die Ärzte das wieder hin? Bin ich zu extensiv mit meiner Gesundheit in den letzten acht Jahren umgegangen? Davor hatte ich in sehr ruhigen Fahrwasser nach meinen Wünschen gelebt. Aufgewirbelt wurde mein ruhiges Leben durch eine alte Bekannte, die mich dann auch „paar Tage“ später derart abservierte, wie ich es selbst meinem schlimmsten Feind nicht wünschen würde. Seitdem hadere ich mit dieser Situation. Auch nach dieser Abfuhr habe ich diese Person finanziell unterstützt, bis zum dritten Advent 2020. Ich wurde benutzt, mehr nicht. 

Das Jahr hat wieder mit dem Krankenhaus begonnen…

am vierten Januar bin ich wieder ins Krankenhaus eingerückt. Ich habe die Feiertage mehr oder weniger dahin vegetiert. Sehr viele Medikamente waren nötig, um halbwegs zu existieren. Aber noch lebe ich, auch wenn fast alle Organe angegriffen sind. Vor ein paar Tagen wurde mein Herz getestet – es scheint das einzige Organ zu sein, dass noch durchaus kräftig ist. Alle anderen Organe sind geschädigt, jenseits der Normalität. 

Nun ja, ich erwarte nun nichts mehr. Meine Seele und meine sinnlosen  Gefühle haben mich krank werden lassen. Ich hätte mir von vorn herein einreden sollen, dass meine Wünsche und Gedanken unmöglich waren – hätte mir vieles erspart. Nun leider nicht mehr zu ändern. Augen zu und durch…

Zu schnell und zu viel abgenommen….

Ich dachte das das Abnehmen meiner Gesundheit entgegen kommt. Ich habe langsam in einem Jahr mehr als fünfzig Kilogramm abgenommen. Ich bin nun weit unter hundert Kilogramm und ein Wrack. Ich habe Probleme mit der Lunge, mit den Nieren, Mit der Leber und mit der Bauchspeicheldrüse. Ich hadere, aber welches Organ versagt wohl zuerst den Dienst?

Seit Jahresanfang bin ich wieder im Krankenhaus. Es gibt keine Besserung, ich wehre mich auf die Palliativstation oder in ein Hospiz verlegt zu werden. Ich lebe noch und habe den Willen zu leben nicht aufgegeben.

Ein neues Jahr – noch immer das alte Thema – ob das irgendwann mal aufhört….

Ich habe noch nie in meinem Leben jemanden so lange nachgetrauert, ich bin noch immer nicht fertig mit dem Erlebten oder dem was man mich Erleben ließ…

Morgen gehe ich wieder in die Klinik um heraus zu finden, was alles dem Altern zum Opfer gefallen ist. Wahrscheinlich kann mann noch was retten und wenn nicht – es macht eh keinen Sinn mehr so zu vegetieren. Mein Leben ist gelebt. Ich bin älter als mein Vater und mein großer Bruder geworden. Dass ich meinen größten Wunsch nicht so leben durfte, spielt wohl da keine Rolle mehr.