Amicus certus in re incerta cernitur

varium mutabile semper femina

die Zeit vergeht….

einsam ziehe ich meine Kreise…. Heute gehe ich wieder schwimmen – ab 18:00 Uhr. Anschließend ein bisschen relaxen. Durch die zwei Tage Schwimmen in der Woche funktioniert das Abnehmen noch effektiver. Bis zum 17.2. 17 möchte ich den größten Teil meines Bauchfettes weg haben. Dann könnte man den Bauch bei der OP gleich mit straffen. Ich kann eh nach der OP ca. sechs Wochen nichts tun. Erst im April vom 10. – 21. werde ich Urlaub für den Garten machen können. Dann nämlich kann ich meinen Körper wieder belasten.

Vor dem großen Termin möchte ich noch mein Wochenendhaus vollständig fertig haben. Die Handwerker haben sich alles angesehen, das Material habe ich bereits beschafft.

Vom 06. – 10. 02. werde ich auch Urlaub machen. Bauen, und außerdem möchte ich wissen, wann die Scheidung endlich durch ist. Das Trennungsjahr ist vorüber, der Antrag bei Gericht eingereicht, nun brauchts nur noch ein Urteil.

Viel zu tun in diesem ersten Quartal.

 

in meinem ganzen Leben habe ich ….

mir von niemanden was sagen lassen. Ich war in meinem Leben schon recht früh relativ selbständig, konnte mir meine eigene Meinung bilden. Respektierte Lehrer und Erwachsene, mochte aber auch damals schon sagen, dass diese auch nur mit Wasser kochen….

Kurz, ich tat, was ich für richtig hielt. Bislang hatte sich dies auch bewährt, ich war in all den Jahren wohl eher auf mich allein gestellt und auf meine Entscheidungen angewiesen.

In meinem Leben gab es einen einzigen Menschen, dem ich bedingungslos vertraute, deren Meinung und auch Ratschläge ich voll akzeptierte. Vor vierzig Jahren und, nachdem ich sie endlich wieder traf und mein Gefühl für sie all das getoppt hatte, was ich früher und in meinen Träumen aus früheren Zeiten empfand, jetzt erst recht, fühlte es sich gut und richtig an.

Ich habe immer bewundert, wie sie ihre Meinung fand und begründete. Es waren immer handfeste Hilfen für mich. Ich dachte, daran nun einfach anschließen zu können. Hatte es auch bitter nötig – nach dem im letzten Abschnitt in den Sand gesetztem meinen bisschen Leben….

Auch hierzu machte sie mir mit all ihren Worten und Gleichnissen Mut zur Veränderung. Vielleicht war der Zeitpunkt vor vier Jahren falsch, vielleicht wollte ich alles “geräuschlos”, eben ohne viel Aufhebens mit der Olga, auf die Reihe bringen, sicher wollte ich auch vieles zu schnell – und bin gescheitert.

Anschließend habe ich mit Ironie gehandelt, so dass man meinen müßte, mir sei dass alles nicht das wichtigste in meinem Leben. Hier habe ich meine größten Fehler gemacht und alles verloren.

Dabei wünschte ich auch heute noch, dass diese eine Frau, das Mädchen von damals und die reife Frau von heute, die sich in ihrem Inneren so fast nicht verändert hatte, sich mir nicht abwendet.

Gerne würde ich ihr das sagen wollen, aber nach all dem weiß ich nun nicht mehr, wie? Jedes Wort, was ich schreiben würde, wird nicht im geringsten das Ausdrücken können, was ich damit sagen möchte. Auf dem Punkt gebracht: Bleib, ich brauche Dich!

 

Diese eine Sache ist mir unwahrscheinlich wichtig….

irgendwas sollte ich noch unternehmen, ich werde den wichtigsten Menschen in meinem Leben verlieren.

So, wie ich mich ins abseits manövriert habe, gibt es wohl nun nichts mehr, mich daraus zu befreien und schon gar nicht, meine Ziele und Wünsche zu realisieren. Die Zeit mit der Olga hat mich zu einem nischen Menschen werden lassen. All das was ich tat entsprach so ganz nie meinem Charakter, ich zeigte, sagte und schrieb all das, was mich eigentlich nicht ausmacht. Nur um von meinen Gefühlen, Wünschen und Vorstellungen abzulenken. Ich verstehe mich selbst nicht mehr.

Erst ein paar aufrüttelnde Worte jener Frau brachten tatsächlich eine Wende – wohl leider zu spät. Nun kann ich tun, was auch immer ich gegen diese Ironie vermag, kann all das ändern, was ich körperlich zu  ändern im stande bin – ich habe meine Träume verloren.

 

 

meiner Seele gehts miserabel…

ich weiß, dass ich dafür daselbst verantwortlich bin. Man tut das was ich tat einfach nicht. Ich habe meine Gefühle vier Jahre lang selbst verarscht. Ich habe mich selbst zerstört.

Das sich etwas ändern musste in meinem Leben, das wußte ich auch davor schon. Das es hätte so eine heftige und zugleich von mir innig gewünschte Wendung hätte geben können, damit rechnete ich nie. Was hatte ich eigentlich einer solchen Beziehung entgegen zu setzen? Ich bestehe aus Gefühl und “Verstand”, alles andere ist wohl nachrangig bei mir ausgeprägt. Damit kann man wohl eher keinen Menschen halten. Und genau das war es immer, was mir zusetzte, das, was mich immer wieder und wieder an mir zweifeln ließ und ganz sicher waren dabei die ganzen zwanzig verlorenen Jahre mit der Olga nicht zweckdienlich.

Nun, so richtig aufgeschreckt von einem Menschen, dem ich mein ganzes Vertrauen, meine ganze Bewunderung, all meine Gefühle schon seit eh und je entgegen brachte, gegenüber allen Beteiligten von Beginn an ehrlich entgegen getreten (auch die Olga wußte vor dem ersten Treffen, was da passiert), kam ich mit dem Überschwang meiner Gefühle nicht zurecht. Ich wollte so viel und habe alles falsch gemacht. Das was ich tat, musste den Anschein haben, das es wohl am nötigen Ernst fehlt. Ich tat Dinge, die man nicht mal als Teenager würde tun wollen. War ich verletzt? Wollte ich zu viel? Oder vielleicht das ganze zu schnell? War es für mich eine Angst, dieses große Gefühl wieder begraben zu müssen? Ich wollte sie nun nicht wieder verlieren.

Andererseits, durch das was ich tat, darf ich nun überhaupt noch etwas anderes erwarten?

Ich wollte so viel und habe alles in den Sand gesetzt….

wieder daheim – endlich geht der Tag zu Ende…

ich war den ganzen Tag unterwegs, einfach um mich abzulenken. Solche einsamen Wochenenden sind Müll.

Mein Rechner, oder zumindest einige add-ons von Thunderbird hatten sich in jüngster Vergangenheit verselbständigt. Ich hatte 2013 mal mit add ons experimentiert, wie z. Bsp. zum terminierten Versenden von Mails, nun ist dieses add-on nicht mehr kompatibel und sendete uralte Mails erneut. Sehr peinlich. Was sollen die Leute von mir denken? Ich ärgere mich, zumal ich erst ein Komplott der Olga, wie auch immer, vermutet hatte.

Nun ist es scheinbar harmlos – alle mails aus dem Ordner Entwurf wurden täglich gesendet….  Der Rechner ist zwar nur ein Blechknecht, man sollte sich aber nicht darauf verlassen. Vertrauen ist gut, Kontrolle ist wichtig und richtig.

Es wird mir kaum jemand glauben, dass ich diese Mails nicht selbst gesendet hatte. Das ist mehr als ärgerlich.

Das ganze Leben geht irgendwie den Bach runter. Vor vier Jahren war ich noch der nun irrigen Ansicht, ich könne mit auf Ablehnung getrimmten Worten auf all das Geschehene antworten, habe dabei nur außer acht gelassen, dass mich all dies nur selber trifft, schon weil kaum jemand so rational denkt wie ich um sich schützen. Ich kann mich selbst verletzen – in diesem Fall, ist das aber nach hinten losgegangen. Ich wurde nicht verstanden. Dabei mochte ich doch nur zum einen sagen was ich will aber ganz sicher zum anderen auch, dass ich niemals wem im Weg stehen mag. Das ist wohl so mit Ironie und dem Sarkasmus nicht verstanden worden.

Sicher ist es auch jetzt schwer, Verständnis zu finden, aber würde ich mich hier weiter darüber äußern, müßte ich meine Anonymität aufgeben. Dies möchte ich nicht, unter dem Synonym mag ich erst noch meine Bücher veröffentlichen. Und wer weiß, was bis dahin noch passiert? Vielleicht muss, brauche  oder kann ich das alles dann gar nicht aufklären?

In der Geschichte gab es immer mal wieder solche Geschichten, wo jemand seine Gefühle so nicht verwirklichen durfte. Ich habe es grundfalsch angefangen. Leider. Und wahrscheinlich hätte ich von Anfang an nach soviel Jahren auf all das verzichten sollen? Außer mir gibt es niemanden, dem man einen Fehler in dieser Sache hätte vorwerfen können.

Wenn andere sich hierdurch das Leben nahmen, das ist wohl eher nicht mein Ding – ich hänge trotz allem am Leben, das hängt wohl auch damit zusammen, dass ich von jeher viele Interessen habe und trotz allem mein mir gegebenes Leben zu fristen bereit bin. Auch wenn man seine Gefühle nicht leben darf, wird es dennoch eine Nische geben, sein Dasein zu bestreiten. Mag es nicht so erfüllt und glücklich werden, wie ich es mir in all den Jahren wünschte, aber es wird ganz sicher nicht in einem Gefühlschaos enden, weil die eine Frau, für die ich alles tun würde, kommentarlos jeglichen Kontakt abgebrochen hat. Oder nein, per skype wurde mitgeteilt, dass ich sie in Ruhe lassen soll. Hatte ich nicht mal eine Begründung verdient? Ich bin solche Momente nicht gewohnt, auch nicht solche Sätze um etwas einfach zu beenden. Ich finde es legitim, dies zu hinterfragen und warte noch immer auf eine Antwort.

Es war gut, dass ich mit ein paar alten Bekannten zum Jahreswechsel nach Marrakesch geflogen bin. Jeder hat aus seinem Leben erzählt. Andere haben auch Probleme, nur kaum jemand würde wie ich in dem Alter nun noch mal den “Mut” aufbringen, etwas ganz Neues, auch wenn es wie hier noch so vertraut ist, anzufangen. Das zeigt mir einmal mehr, wie dumm meine Ehe mit der Olga war. Was mag mich damals geritten haben, diese Frau zu heiraten?. Aber anders herum, erst das Wiederfinden meiner Liebe ließ mich überhaupt aufschrecken aus diesem bequemen Leben. Je mehr sie zuließ, umso mehr begriff ich, dass mein Leben eine große Lüge war. Mein vollkommenes Glück wäre es gewesen, wenn es tatsächlich eine Beziehung mit meiner großen Lebensliebe hätte geben können. Aber mein Verhalten, durch Moral und Charakter getrieben, lies mich immer wieder jenen wertvollen Menschen vor den Kopf stoßen. Ich allein habe all das kaputt gemacht, was ich mir im Grunde meines Herzens mein ganzes Leben gewünscht hatte und für das ich alles gegeben hätte. Ich wollte jene Frau als eine Partnerin auf Augenhöhe, mit ihr alle Probleme lösen und endlich einen ruhigen, hoffentlich langen Lebensabend ver- und erleben. Nur das war mein Ziel. Und doch habe ich alles zerstört. Ist etwas zu retten? Können Wünsche in Erfüllung gehen? Ich würde alles hingeben, wenn dieser eine Wunsch in Erfüllung gehen könnte. Leider nur ein Märchen mit, nein eben ohne Ende.

unterwegs

vor Einsamkeit und Langeweile habe ich mich heute morgen ins Auto gesetzt und bin einfach losgefahren.  Ohne Ziel, ohne Nachzudenken. Gegen Mittag war ich ca. 130 km vom Wohnort entfernt auf einer Burg, in deren Nähe es ein sehr gutes Restaurant gibt. Gutes kalorien- und kohlehydratarmes Essen mag mir über diese eben alles besetzende Traurigkeit hinweg helfen.

 

Samstag morgen – heute habe ich nun nicht viel vor….

erst bin ich mal zu ikea gefahren – durch die Farbgestaltung der Wände in den Wohnzimmern gefallen mir die Möbel nicht mehr. Und mein uraltes Problem, die Gardinen, sind nicht mehr zeitgemäß. Ich suche etwas anderes. Aber zu den Gardinen habe ich wieder nichts gefunden.

Dafür habe ich meinen Wintergarten mit neuen Sitzmöbeln bestückt, cremefarben und einfarbig.

In einem anderen Möbelhaus habe ich eine Sitzecke für das zweite Wohnzimmer gefunden. Grober Stoff, mittel, also nicht zu dunkel. In diesem Zimmer  habe ich einen runden Esstisch mit altgoldenen Stühlen im Kolonialstil, fasst die gleichen, die ich auch in meinem Wochenendhaus habe.

Nun suche ich noch eine größere Eckbank und einen kleineren Tisch für den Balkon.

Im Garten geht es auch nun weiter. Klempner und Elektriker hatte ich in der letzten Woche beauftragt damit das Bad nun bis März endlich fertig wird.

Und auf einmal, auch durch die eingestellte Hausperle, habe ich soviel Zeit, könnte ich mir um andere Dinge Gedanken machen, aber da gibts nun nicht mehr viel. Wenn das, was ich nun auf den Weg gebracht habe fertig ist, werde ich wohl kürzer treten. Was muss ich dann auch noch für neue Projekte anfangen? Lieber werde ich dann noch mehr reisen.

Vielleicht mal nach Japan – Koi kaufen, oder wenigstens nur mal schauen.  Im Juni nach Teneriffa oder doch wieder mal nach Griechenland? Im Herbst sollen die Fenster in meinem bulgarischen Haus gewechselt werden, da werde ich wohl vor Ort sein müssen. Der Nachteil der Holzfenster wenn die Immobilie lange nicht genutzt wird ist eben, dass sich das Holz verzieht und auch quillt. Ich möchte Kunststofffenster mit Holzmaserung, Ahorn oder auch Kieferfarben.

Gerade bekam ich eine mail aus Japan, dass meine bereits im Dezember bestellten Koi selektiert und in Quarantäne sind.

 

 

ich habe die Heimtücke der Olga unterschätzt….

Als ich im Silvesterurlaub war, hatte die Olga irgendwie Zugriff auf meinen PC. Es wurden uralte Mails aktiviert und durch ein script zum Versenden gebracht, wenn ich Thunderbird erstmals an diesem PC aufrufe. Wer oder wie sie dies geschafft hat, ich kann es mir eigentlich nicht vorstellen.

Sehr ärgerlich, sowas, was da drin steht – in dieses Muster will ich nie wieder zurückfallen.

Heute Abend wird es großen Ärger hier geben. Aber nun muss ich erst einmal einkaufen gehen. Nur paar Kleinigkeiten, für den Kühlschrank und Getränke wird durch meine Hausperle gesorgt. Das hat Vorteile, wann immer ich nach Hause komme, es ist immer was zu Essen da. Und jeden Tag frische Zutaten für einen schönen Salat.

Ich ärgere mich, dass diese alten Mails verschickt wurden. Einen unbändigen Hass auf die Olga, längst hätte ich diesen Entwurf-ordner leeren sollen.