Ich muss es mal so ehrlich sagen: wer weiß was ich angestellt hätte, wären da nicht die „Hausperle“ und ein paar gute alte Freunde und Bekannte.

Heute weiß auch ich, wie dumm es ist, irgendwem seine Gefühle zu offenbaren. Trotz meines Alters hat es mich umgehauen, als was man mich sieht.  Ich dachte immer, dass ich ein ziemlich normaler Mensch bin, geistig und körperlich dem Leben gewachsen: nun wurde ich von dem Menschen, dem ich immer vertraut habe – dem einzigen Menschen überhaupt, dem ich fast ganz blind vertraute, eines anderem belehrt. Einfach mit einem endgültigen Urteil – ohne Begründung und meine Rechtfertigung löste nur Humor aus. Im Prinzip finde ich es ja gut, wenn ich eh nur eine Lachnummer war – Lachen ist gesund. Gerne mag ich jedem helfen gesund zu bleiben.

Irgendwie muss ich nun aus der Nummer rauskommen. Ich will vergessen, deren Meinung habe ich akzeptiert – es soll nun eben alles in den Hintergrund rücken. Bald schon ist meine OP, bis dahin werde ich wohl daran denken, weil dieser Wunsch eines gemeinsamen Lebens  mich dazu brachte, mich operieren zu lassen. Nach all den Konsultationen bis jetzt. Ich kann nun schlecht zu den Ärzten sagen, dass ich es mir anders überlegt hätte. Nachdem, wie ich um diese OP gerungen hatte, würde ich mich damit auch hier nur noch lächerlicher machen. Ich ziehe das jetzt durch, egal was danach kommt. Ich bin ein einsames Leben gewohnt – vielleiht war auch das nur einer meiner Fehler.

Ich habe mich tatsächlich geirrt. Das kam in meinem Leben noch nicht vor. Sicher habe ich auch deshalb keinen Boden mehr unter den Füßen. Ich hatte zu viel gedacht, wo ich das bisschen Leben hätte einfach mal laufen lassen sollen.

Der Mensch ist das Ergebnis seiner Umwelt – und ich habe etwas ganz Großes, Bedeutendes nun einfach verwirkt….