Das Erlebnis von gestern, war nur ein Warnschuss, mein Körper hat einfach nur rebelliert. Ich habe viel zu viel Gefühl in eine Sache investiert und dann, mein allergrößter Fehler, ich habe meine Gefühle verraten, damit  konnte man mich einfach führen und abstellen, durch meine starken Gefühle war ich für die anderen fast „willenlos“. Früher war ich nur ein Langweiler, hatte keine Chance, jetzt war ich zu großzügig, das hatte wohl nur den Anschein, ich wolle mir ein Gefühl erkaufen, ich hatte wieder keine Chance.  Ich hatte das so nicht gesehen, akzeptiere aber deren Meinung, dass das einfach nur so rüber gekommen ist. Eine so vorgefertigte schlechte Meinung über mich kann ich eh nicht mehr ändern. Ich wollte nur zum Ausdruck bringen, dass ich weder eifersüchtig bin noch dass ich sie kontrollieren wollte. Ich habe die Frage einfach nur falsch gestellt. Ich wollte nur hören zu wenig geschlafen. Ich hatte ihr hundertprozentig vertraut, dies auch nie in Frage gestellt, wohl auch deshalb war ich von ihrem Schluss machen geschockt. Obwohl das alles schon eine Woche her ist, fühle ich noch immer eine absolute Leere in mir. Es ist eingetreten, was ich nie wollte. Ich habe mich in den letzten vier Jahren über jedes Wort, jede Geste diebisch gefreut. Jetzt ist alles vorbei. Ich kann dies nicht ertragen. Ich schaffe es einfach nicht, da helfen auch keine Schlafmittel mehr. Und nur das war es, was mich am Montag morgen so hat reagieren lassen, mein Körper bäumt sich gegen dieses Ende auf, ich bin so leer – weiß nicht, was daraus werden soll.

Ein schwieriges Problem habe ich mit der Olga und deren wahnsinnigen Ideen, die Aufteilung immer wieder zu torpedieren. Gestern Morgen gab es vor der Fahrt zur Arbeit auch wieder eine heftig Auseinandersetzung. Ein offener Scheidungskrieg, alles hätte doch ganz normal ablaufen können. Und niemand muss nach der Scheidung am Hungertuch nagen.

Heute gab es verschiedene Untersuchungen, Organe, auch das Herz weitestgehend gesund. Es war wohl nur eine Warnung von meinem Körper. Das beste daran war wohl, dass ich ins Krankenhaus kam und mich mit Hilfe von Medikamenten ausschlafen und entspannen konnte. Auch wenn ich meine innere Ruhe noch immer nicht wieder gefunden habe, das einfache Beenden eines Anfanges lässt mich nicht zur Ruhe kommen, Dagegen gibt es keine Medizin.

Das Leben kann so fies sein.