Keine Ahnung, weshalb es seit Jahren so bergab geht, wer weiß schon, wem ich derart auf die Füße getreten bin. Nach jedem Tiefschlag suchte ich das Beste für mich. Nicht immer richtig, aber es war meine Entscheidung. Auch diesmal werde ich nicht den Kopf in den Sand stecken. Was ist schon passiert? Der Arzt und Freund hat einen Verdacht geäußert, dem es nachzugehen gilt. Erst wenn ich es gesehen habe, muss ich mir Gedanken darum machen. Und ich bin Optimist, das Glas ist halbvoll – es geht also irgendwie weiter. Was soll mich nun auch noch aus der Ruhe bringen? Meine Wünsche habe ich verloren, meine Träume sind ausgeträumt, ich bin alt genug, der Wahrheit ins Auge zu sehen, und ich möchte davon ausgehen, das es schon nicht so schlimm wird.
Hopp oder Topp, ganz oder garnicht – so habe ich mein Leben gelebt – und genauso geht es weiter. Oder ich fahre in die Schweiz – als allerletzten Ausweg.
Soweit bin ich noch nicht. Klar, so was erschüttert einen erst mal, bisschen Angst um das bisschen Leben hat wohl jeder, aber solange es irgendeinen Lichtblick gibt, wird nicht aufgegeben.
Alles richtig gemacht! Ich lebe nun allein, die Geschichte haben die Weichen vorbestimmt, ich bin nun froh, dass ich niemanden zur Last fallen werde, falls es dazu käme.
Man hat mir empfohlen, schon vorher, als ich wegen dem Hungern und Abnehmen oder auch Stress wegen der drei Operationen erste gesundheitliche Probleme bekam, achtundsiebzig Wochen Krankengeld und anschließend schon Rente zu beziehen. Ich muss ja nun nicht mehr auf die Mark sehen, also könnte ich mir dies überlegen.
Soviele Wenns und hätten! Ich warte erst mal ab, was die MRT zeigt. Heiß machen kann ich mich dann immer noch. Und Unkraut vergeht nicht. Ich habe schon anderes überstanden – und aus dem Herz Gefühle herauszureißen war für mich viel schwerer. Das steht fest. Es kann nichts, aber auch gar nichts geben, was mehr weh tut, als dies.