Gestern Abend habe ich mich betäubt…, das war notwendig, zu viele Gedanken und diese Gefühle, das dämliche Herz oder die Seele, die mich immer wieder daran erinnern wollen.

Danach habe ich aber gut und traumlos geschlafen, das war das Ziel und auch gut so. Heute Morgen ein „letztes“ Mal im Meer geschwommen, ich hatte den Strand ganz für mich allein. Anschließend Duschen, Frühstücken und einen kleinen Ausflug, um mich von jenem Fischer und dessen Familie zu verabschieden.

Um elf bin ich mit Sack und Pack zum Hafen in Limenas gefahren und habe eingecheckt. Nun bin ich auf dem Deck der Fähre und gleich geht es los. Urlaub vergeht leider immer viel zu schnell. Aber ich habe ja noch drei Tage in der Stadt der drei Berge. Dann geht es unweigerlich zurück nach Deutschland. Neue Termine und vor allem Aufgaben warten auf mich. Zuerst der achtzigste Geburtstag meiner Mutter, anschließend der kleine Eingriff nach dem Eingriff, Fibrose, Phimose oder was weiß ich, es ist mir schon egal. Wahrscheinlich war das ganze eh nur eine saublöde Idee, sich operieren zu lassen. Aber nun sollte ich das Beste daraus machen.

Im August mache ich ein verlängertes Wochenende und fahre in die Slovakei um einen Koizüchter zu besuchen.

Das Leben allein wird schon irgendwie werden. Zumindest bin ich ungebunden und kann tagtäglich neu entscheiden.