Ich durfte heute zum ersten Mal seit letzten Donnerstag das Krankenzimmer zu einem Spaziergang auf dem Krankenhausgelände verlassen. Ich habe heute meine Besucher im Restaurant empfangen und vorher im Park ein bisschen gelesen. Es geht nun wieder vorwärts. Täglich verbessern sich nun die Entzündungswerte, Abstriche sind negativ, es scheint alles in Ordnung zu kommen. Durch die Entzündung, das Aufreißen der Narbe gibt es noch eine Schwellung im Bereich der Operation, aber ganz sicher heilt die nun ab. Die Schwellung und damit all das was ich da tat ist wohl eher nebensächlich, bedenkt man, dass das ganze sowieso nur eine Frage des ego war…
Ein paar Tage muss ich nun noch diese Medikamente und die Antibiotika nehmen, dann sollte ich das hinter mir haben. Der Fokus liegt auf dem Abflugtermin am Freitag Abend. Und notfalls könnte ich auch gleich von hier zum Flugplatz fahren, viele Sachen muss ich ja nicht mitnehmen, in meinen Hausständen in BG und GR habe ich ja noch jede Menge Klamotten und alles, was ich so brauche. Mein Kumpel holt mich am Flughafen PB ab und das Gute daran ist, er vermietet Autos, er bringt mir meinen Wagen für die drei Wochen gleich mit. Ich werde gegen 23:00 Uhr in Plovdiv landen und anschließend werde ich in der Gaststätte „Chiflika“ alle meine Freunde treffen, die extra an diesem Abend in unsere Stammgaststätte gekommen sind. Das Essen ist dort sehr gut und mediterran und wird zelebriert. Ich mag das. Ganz in der Nähe habe ich meine Wohnung. Nach dem Mustaka mit Joghurt und all den anderen guten Getränken werde ich mich mit einem Taxi nach Hause fahren lassen und das gemietete Auto am Samstag vom Parkplatz der Gaststätte abholen. Dabei kann ich ja gleich dort Mittag essen. Es ist eine der schönsten Gaststätten in dieser Großstadt.
Sonnabend Abend werden wir uns in meinem Haus auf dem Land treffen. Hier geht es immer zu wie in Deutschland auch, es ist eine sechzig qm Datscha mit einem Riesengrundstück darum und einer hohen Mauer, einem zusätzlichen eigenem Brunnen und Pool, einem großen Grillplatz und einem gemauerten Backofen.
Die Frauen meiner Freunde bereiten diese Begegnung mit allem was dazu gehört vor. Ich lass mich überraschen.
In der Woche darauf habe ich ein paar Notartermine, man verhandelt die Objekte in drei Gruppen, hop oder top – mal sehen was mir danach noch gehört. Natürlich will ich, angesichts der gesamten Entwicklung nun die Olga nicht übervorteilen. Ich behalte den Rest. Schon allein, weil, ich eh so ein sauschlechter Mensch bin und für wen sollte ich mich nun noch ins Zeug legen? Es ist mir egal.