Regen, Regen und Langeweile….

Bin sogar über meinen Schatten gesprungen – habe Einladungen geschrieben. Gestern Nachmittag hielt ich es nicht mehr aus, so ganz alleine – so bin ich trotz Regens oder vieler Schauer in die Hauptstadt gefahren zum Stadtfest. Auf dem Mittelaltermarkt habe ich mir ein gesundes Dinkel-Roggenbrot gekauft. Und zum Sofortverzehr gedünsteten Fisch.

Abends um halb neun war ich wieder im Haus, ein zu Hause ist es schon lange nicht mehr und daheim klingt in dem Fall auch zu persönlich, zu intim. Es wird Zeit, dass ich was anderes finde. Etwas,dass mir sofort zusagt, woraus man etwas machen kann, eben meine restlichen Wünsche verwirklichen – solange diese Lunge das noch zuläßt. Diese Erkrankung ist boshaft und scheinheilig, im Prinzip geht es mir gut, auch das Herz ist stark und kräftig, aber die verengten Gefäße in der Lunge erlauben mir nicht mehr ausreichend Luft zu holen. Sicher hätte ich schon Jahre früher mich daruim kümmern sollen und müssen, es fiel ja vielen auf, dass ich schon länger so schwer atme. Jetzt ist es zu spät, man kann nur noch lindern, nichts mehr aufhalten.

Also werde ich nun noch soviel tun, wie mir möglich ist und wie bzw. was ich  allein machen kann.

Seit Jahren verfolgt mich ohnehin schon eine Pechsträhne, Wünsche und Gefühle – alles ist dem Bach runter. Mit meinem darauf geantworteten Sarkasmus habe ich auch das Letzte zerstört. Und mich damit selbst beschädigt. Wie ein Zwanzigjähriger, der noch nicht weiß, was er will. Fast scheint mit meinem Tun die Zeit von damals stehen geblieben zu sein.

Nur eben mit dem Effekt, dass es nun keinen Ausweg mehr geben wird, und schon gar kein Happyend. Ich habe alles in den Sand gesetzt.