Längst schon hätte ich mich trennen sollen, mein Leben leben wie es mir Spass macht. Gerne kann ich nun zugeben, dass mir das Leben jener Jugendliebe, deren Einstellungen zun all den Dingen die das Leben halt ausmachen so wie sie es gezeigt hat und eben auch führt, mich haben in ihren Bann ziehen lassen. Aber erstens kommt es anders und zweitens als man eben denkt.
Nun bin ich ein Stückchen weiter, habe daraus das beste erkannt, auch meine Lektion gelernt, und beginne ein anderes (spätes) Leben. Es stimmt, zumindest konnte ich von den zu wenigen Worten über mich partizipieren.Ich nahm diese als Neubeginn für mich allein, quasi wie Phönix aus der Asche steigt….
Man kann sich daran gewöhnen allein zu leben. Es geht einfacher als man denkt. Und man kann selbstbestimmt leben, hat keine Verpflichtungen mehr. Was ich tun will, realisiere ich, was nicht, wird verschoben. Es läßt sich wahrlich trefflich leben.
Mit der Beschäftigung der Hausperle ist mir ein großer Wurf gelungen. Sehr viele Dinge werden mir abgenommen. Das war wirklich ein Glückstreffer.
Durch die Operation kann ich mich noch immer nicht belasten, kann nicht viel im Garten tun. Am 11.4. kommt eine Lieferung von 42 Koi aus Japan. Wenigstens dies muss ich irgendwie vorbereiten – und wahrscheinlich für die Biester ein Ausweichquartier suchen, weil es vielleicht noch mal schneien soll. Koi werden erst ab 15 Grad Celsius Wassertemperatur umgesetzt. Ich möchte ja diese zertifizierten Fische nicht umbringen.
Wenn die Wunde nicht rasch verheilt werde ich wohl nächste Woche wieder Urlaub machen und verreisen. Was sollte ich auch sonst tun? Zu Hause zum Nichtstun verurteilt, würde ich mir nur im Weg stehen. Ich habe eine werbeträchtige Einladuung über Ostern in ein Hotel in Frantiśḱóvy Láznè. Und am 22. kann ich von dort direkt zum „Sippentreffen“ der Familie fahren, das sind nur knapp 75 km von Franzensbad. Damit hätte ich diese Zeit auch irgendwie sinnvoll ausgefüllt.
Es ist doch schön, allein sein, tun und lassen was man und wann man will. Alles andere finden sich irgendwann – ich habe keine Eile. Außerdem möchte ich erst mal das Ergebnis richtig begutachten und „testen“. Und mit meinem Buckel wird sich dann immer noch eine finden lassen…