Mittags in Keramoti war es noch heiß, ich wollte diesmal quer durch die Rhodopen fahren. Grenzübergang Thermes – Slatograd. Auf der griechischen Seite war es noch sehr warm, je näher das Gebirge kam wurde das Wetter „schlechter“ – die Natur und ich auf der restlichen Fahrt lebten wieder auf. Noch bevor ich in das Gebirge kam hatte ich eine besondere Begegnung, eine „riesige“ graue , mit irgendwie länglichen helleren Punkten auf den Schuppen, Schlange lag zusammengerollt auf der Strasse. Nun gut, ich war allein, mußte also meinen Mut nicht beweisen…. Diese Biester verlassen bei Gefahr sofort den Platz, treibt man sie hingegen in die Enge beisst sie auch mal kraftvoll zu. Ich hatte bislang erst eine Begegnung mit einer Springnatter. Meine Freunde zeigten mir wie rasch sie sich verziehen, wenn man ihr einen Rückzugsweg läßt. Es sind schöne Tiere – ich bin nicht ausgestiegen. Sie sah wohl mein Auto, überzeugte sich, dass ich vorbei wollte und trollte sich. Wenig später hat es angefangen zu regnen, also eh kein Wetter mehr sich auf der Straße zu sonnen….

Regen in den Rhodopen ist wie ein Wolkenbruch, es kommt alles mit einem Mal. Aber diesmal begleitete er mich vom Grenzübergang bis nach Plovdiv. Natürlich muss es auch mal regnen, und der Staub von der Insel wird auch vom Auto abgewaschen. Der Grenzübergang ist sehr klein, man hatte den Eindruck, es sei ein Schrankenwärterhäuschen  und man fährt hin, redet ein bisschen miteinander, wünscht sich einen guten Tag und fährt weiter.  Passkontrollen und so was gibt es ja hier auch nicht mehr. Hinter dem Übergang liegt das Dörfchen Alamovtsi paar km von Slatograd entfernt. Die Strassen im Gebirge in Griechenland und auch in Bulgarien sind vielleicht nur vier Meter breit, diese Strecke ist für größere LKW nicht zugelassen. Es ist eine geschlossene Strassendecke, keine Löcher, man kann sehr wohl zügig fahren. Weiter gings nach Smoljan, Assenowgrad und schließlich Plovdiv.

Der Anrufbeantworter war voll, ich bin erst einen Tag später wieder gekommen als verabredet. Also erst mal Telefondienst. Ganz schnell haben wir uns für heute Abend im Restaurant Trimontium verabredet, da es noch immer regnet. Nach abhören aller Nachrichten auf dem AB habe ich mir verschiedene Dinge aufgeschrieben, die ich in den nächsten zweieinhalb Tagen noch erledigen möchte und ein Anruf war von der kleinen, niedlichen Tierärztin dabei. Kurzentschlossen habe ich sie ins Trimontium eingeladen, hatte sie angerufen und ihr gesagt, dass ich sie um neunzehn Uhr zu Hause abhole. Ich denke, sie hat sich darüber gefreut… Ich kann ja noch immer eine gute Bekanntschaft mit ihr pflegen.

Nun aber los, es ist fast schon zu spät. Ich hoffe es wird wieder ein schöner Abend mit all meinen Freunden und deren Pertnerinnen und Partnern – ich freue mich, dass ich heute Abend nicht allein bin.