gestern Abend waren wir in einem Riad, ein altes marokkanisches Stadthaus, das zumeist als Gästehaus und Restaurant ausgebaut wurde. Wir hatten in der Kürze der Zeit nicht viel Auswahl, aber das Ambiente und das Essen waren sehr gut. Nur den Sekt mussten wir selbst besorgen, auch Alkohol gab es nicht. Aber das tat der Stimmung in keinen Abbruch. Wir wußten dass und hätten uns eindecken können.

Auf der Dachterrasse wurde bis spät am Abend gegessen und erzählt, wir hatten einen marokkanischen Begleiter mit Anhang, sprachen englisch und deutsch, sie erzählten, wie es früher war – eben Orient, so wie wir es als Kinder mit leuchtenden Augen gelesen hatten.  Ei Klischee, aber es hat etwas in der Seele bewegt.

Am späten Abend wurde es kühl und wir feierten im geschlossenen Innenhof des Riad weiter. Es gab ein Programm mit verschiedenen Künstlern. Das war ein sehr schöner Abend und ganz sicher eine Silvesterfeier die aus dem Rahmen fiel. Auch weil es nur sehr wenig Feuerwerk gab. Kaum Krach eben.

Nach einer wirklich kurzen Nacht bekam ich mein Frühstück aufs Zimmer. Kaffee kochen können sie sehr gut. Nur mag ich zum Frühstück nicht soviel Fleisch, es kann da ruhig etwas kalorienärmer sein.

Anschließend haben wir uns zu einer Exkursion getroffen. Atlasgebirge, alte Dörfer und ein Wasserfall. Das hat bis zum Abend, also bis zum Dunkelwerden gedauert. War interessant. Nun nach dem Essen sind wir nochmals auf dem Basar, die Frauen möchten Arganöl in verschiedenen „Zubereitungen“ kaufen. Als Speiseöl und als wirksame Feuchtigkeitscreme gegen „Falten“ oder was immer es da noch gibt?

Es scheint in der Medina nie Ruhe zu geben….