auch der Tag gestern ging vorüber. Erst die OP und anschließend ine längere Aufwachphase, wohl auch bedingt durch die Schmerzmittel.  So habe ich nach der Narkose noch tief und fest schlafen können, spät abends als ich halbwegs wach war, habe ich noch was zu essen bekommen, ich hatte ja nur eine Tasse warmes Wasser morgens um sechs….

Und als ich so wach war und gegessen hatte kamen massiv die Schmerzen. Ich kann nicht sitzen, kaum richtig liegen und dass soll noch ein paar Tage anhalten. Und so werde ich nicht Auto fahren können. Ich bin eher nicht zimperlich, aber solche Schmerzen und diese Schwellung ist extrem.

Heute morgen gab es ein ausgedehntes Frühstück. Eine erste Inaugenscheinnahme, wobei man noch gar nichts über das Ergebnis sagen kann. Ich hoffe, es hat sich gelohnt.

Wenn ich es trotz Schmerzen schaffe aufzustehen, werde ich morgen , aber spätestens am Samstag nach Hause fahren. Heilen kann das auch zu Hause.

Wie die Zeit vergeht, gleich gibt es hier Mittagessen. Für mich heute Fisch, Reis und Salat.

Nun ist es schon dreizehn Uhr, ich bekomme heute einfach nichts zu Papier. Es ist, als ob gestern alles in Vergessenheit geraten ist. Ich also von allem befreit bin – allerdings, wenn ich dann an meine Wohnung denke, fallen mir wieder Probleme ein. Das letzte Wochenende hätte so nicht stattfinden dürfen. Mir war von vornherein klar, dass das nichts werden kann. Es tut mir leid dass KiWi sich da so rein gehängt hatte. Andererseits hatte ich von Beginn an die Wahrheit über all das, was mich beschäftigt gesagt. Nach all dem Erlebten, kann ich einfach nicht etwas anderes, neues beginnen. Uned ich will es wohl auch nicht.

Wenn ich nicht so starke Schmerzen hätte, würde ich jetzt in die Cafeteria gehen. Vielleicht bekomme ich noch was starkes gegen die Schmerzen. Oder eben hierbleiben und kühlen, damit ich morgen oder übermorgen nach hause fahren kann. Aber ein Schmerzmittel lass ich mich auf jedenfall geben. Vielleicht kann ich dann noch ein bisschen lesen.

Wenn man so viel Ruhe hat, zum Nichtstun verdammt ist, macht man sich viel zu viele Gedanken. Gedanken um Dinge, die wohl vorbei sind und sich nun nicht mehr ändern oder gar umkehren lassen. Aber auch all die Gedanken daran schmerzen. es war wirklich gut, dass ich in der Aufwachphase und die letzte Nacht durch die Schmerzmittel tief und fest schlafen konnte, wie so lange nicht mehr. Während der OP hatte ich den Eindruck zu träumen,  Träume von Dingen, die niemals mehr Realität werden können. Aber das beruhigende Gefühl, endlich sich nicht mehr den Kopf zermartern müssen – das war ein sehr schöner Moment gestern. Vielleicht habe ich auch nur in der Einschlafphase für Bruchteile von Sekunden davon geträumt, aber ich zehre noch immer von diesem schönen Gefühl.

Es war die falscheste Zeit für etwas so gutes. Ich hatte tausende Probleme mit der Olga, mit dem Leben mit der, die Scheidung, die paar Mark aufzuteilen –