Wieder ist vieles liegen geblieben – da werde ich wohl Überstunden machen müssen. Mein Leben nun in ruhigem Fahrwasser, bedarf ganz neuer Ecksteine. So habe ich beschlossen, wie ich es fast schon in den letzten Jahren regelmäßig tat, werde ich einmal im Monat ein „verlängertes“ Wochenende zum ausspannen nutzen. Mal hierhin, mal dahin fahren – das letzte Hemd hat schließlich keine Taschen. Den großen Brocken, Veränderung der Wohnumstände lasse ich etwas langsam angehen, ich erkundige mich erst mal nach entsprechenden Grundstücken oder halt ansprechenden Häusern. Auch könnte ich schon viel frührer mein Arbeitsverhältnis auflösen, sogar in diesem Jahr noch, Die Abzüge, die ich dafür in Kauf zu nehmen habe, interessieren nur am Rande, ich brauche nicht mehr soviel Geld. Und vererben in der Familie werde ich nichts.
Bis zum Oktober sollte meine Gesundheit wieder hergestellt sein, die letzte korrigierende OP hinter mir liegen. Im Anschluß daran werde ich mir eine Kur gönnen. Dann ist das Jahr auch schon wieder vorbei.
Trotz der Erlebnisse in den Krankenhäusern habe ich nichts ernsthaftes davon getragen. Das hätte sicher auch ganz anders ausgehen können – der Herzstillstand oder auch die Infektion mit Keimen. Mein Körper hat sich dagegen gewehrt, und so richtig wurden die Keime wohl nicht bestimmt.
Aber wieder einmal habe ich erfahren, dass der Mensch als Mensch und Patient nichts zählt, der Mensch hat eine Nummer und wird wie ein Werkstück behandelt. Das sind die Auswirkungen von Privatisierung und Profitstreben in den Einrichtungen. Aber gegen Geld bekommt man in den Einrichtungen alles…
Ich muss mich nun nicht mehr aufregen. Habe mir geschworen, mein bisschen Leben von nun an sehr, sehr ruhig zu meinem Gusto anzugehen. Mehr nicht.