Mein halbstündiger Auslauf am Samstag war zwar schön, aber die Wunde macht wieder Probleme. Keine Keime, keine Bazillen etwas heimtückisches am Ende der OP, nun wo fast alles heilt entwickelt sich eine Fibrose. Ich werde damitb erst mal verreisen können, das stimmt, aber anschließend muss dieses Gewebe weg. Was so ein kleiner Eingriff alles nach sich ziehen kann. Ich werde wohl mit all dem nachträglich bestraft. Vielleicht hätte ich es sein lassen sollen, genug Gründe dafür gab es. Unverbesserlich, ganz sicher spielt auch das Alter eine große Rolle. Der Körper wehrt sich nun. Es war eine Schnapsidee. Und das Ergebnis spielt nun eh keine Rolle mehr. Will hoffen, dass die Wunde jetzt erst mal heilt, dann fahre ich in den Urlaub und anschließend lasse ich das behandeln. Und dann hoffe ich, dass alles sich zum Guten wendet, alles verheilt und funktioniert.
In diesem Jahr wird der Garten damit wohl vernachlässigt, aber Gesundheit geht nun mal vor. Auch alle anderen Dinge liegen nun erst mal auf Eis. Das ist schade, sehr schade – hatte ich doch gerade für dieses Jahr mir sehr viel vorgenommen. Ein Neuanfang mit so vielen neuen Dingen – und nun, muss ich ausharren und abwarten; hoffen, dass mit dem Entfernen des wuchernden Gewebes dann alles in Ordnung ist. Ich will leben – nach meinen Wünschen. Die Wohnung könnte ich ja schon mal zum Verkauf anbieten, dass dauert eh länger, dass alles abzuwickeln. Wenn ich ein gutes Baugrundstück bekäme, könnte mein Garten und mein Teich schon umziehen. Ein Haus im Bungalowstil mit Pool, Sauner und Fitnessraum wäre so dass, was ich mir vorstellen könnte.
Solange ich mir meine Zukunft vorstellen kann, ist noch nichts verloren. Kritischer wäre es, wenn ich nun den Kopf in den Sand stecken würde. Ich lass mich doch nicht von so einem bisschen Wuchergewebe ins Bockshorn jagen. Die Organe sind gesund, den Rest schaffe ich auch.
Und wie ich immer sage: schlechte Menschen und Unkraut vergehen nicht… Ich habe also noch immer die Chance uralt zu werden.