Dem Bambus werden verschiedene symbolhafte Bedeutungen zugeordnet. Je nach Land interpretieren die Menschen den Bambus sehr unterschiedlich. So ist er beispielsweise in China ein Symbol für langes Leben, Beständigkeit, Flexibilität und Ausdauer. Man verschenkt ihn, wenn man der anderen Person ein langes, gesundes Leben wünscht. Auch die Fähigkeit, immer wieder aufzustehen, wenn einen ein Problem in die Knie gezwungen hat, wird durch den Bambus symbolisiert.

In Japan sieht man den Bambus wegen seiner frischen, grünen Farbe als Zeichen der Reinheit an. Die Inder hingegen sehen den Bambus als Zeichen für die Freundschaft. Durch das Überreichen von Bambus kann also auch die Freundschaft symbolisiert werden.

Landwirte auf den Philippinen basteln Bambuskreuze und stellen diese auf. Sie fungieren hier als Glücksbringer. Vermutlich geht es auch auf diese Interpretation zurück, dass vor einigen Jahren in Deutschland ein wahrer Hype um den sogenannten Glücksbambus ausbrach, bei dem zu jedem Anlass entweder einzelne Bambushalme oder Zusammenstellungen mehrerer kleinerer Halme verschenkt wurden. Seitdem bringen die meisten Deutschen den Bambus mit „Glück“ in Verbindung. Noch immer ist der Glücksbambus als Mitbringsel und Geschenk sehr beliebt. Wenn ein Glücksbambus verschenkt wird, wünscht man dem Beschenkten damit jede Menge Glück für die Zukunft oder ein bestimmtes Ereignis.

In Japan ist Bambus ebenfalls ein positiv besetzter Begriff. Bambus wächst sehr gerade, und aufgrund seiner frischen grünen Farbe gilt er als Symbol der Reinheit. Er tritt als Symbol auch zusammen mit Kiefernzweigen und Pflaumenblüten auf. Die drei Pflanzen werden nicht nur als Glückssymbole eingesetzt, sondern auch, um wie z.B. bei Sushi verschiedene Preisstufen zu markieren (von unten nach oben: shō – chiku – bai, Kiefer – Bambus – Pflaume). Am Jahresende wird auf jeder Seite der Eingangstür ein Gebinde aus Kiefernzweigen und häufig auch Bambusrohren aufgestellt, das Glück bringen soll (kadomatsu).

In einigen Kulturen Asiens, z.B. in den Andamanen, wird davon ausgegangen, dass die Menschheit bei ihrer Entstehung aus einem Bambusrohr herausgetreten ist. In Malaysia gibt es eine ähnliche Legende von einem Mann, der nach einem Traum ein Bambusrohr kappt und darin eine wunderschöne Frau vorfindet. Die japanische Taketori Monogatari erzählt von einer Mondprinzessin, die als Baby in einem leuchtenden Bambusrohr vorgefunden wird.

Pflege:

Glücksbambus ist extrem genügsam. Stellen sie ihn ohne Erde an einem halbschattigen oder schattigen Platz einfach in frisches Wasser. Wenn Sie das Wasser einmal in der Woche wechseln, haben Sie lange Zeit Freude an Ihrem Glücksbambus. Um ideale Bedingung für Ihren Glücksbambus zu schaffen, beachten Sie bitte folgendes: Stellen Sie Ihren Bambus nie in direktes Sonnenlicht, das schadet ihm und führt zu einer Gelbfärbung der Blätter. In der Natur wächst Glücksbambus unter dem dichten Dach der asiatischen Regenwälder – deshalb kommt er auch mit sehr wenig Tageslicht gut aus, was ihn zu einer idealen Pflanze für dunklere Räume oder Büros macht. Halten Sie Ihren Glücksbambus immer feucht, stellen Sie ihn in ein bis drei Zentimeter frisches Wasser, das reicht. Wenn Sie möchten, können Sie Ihren Glücksbambus, sobald sich Wurzeln gebildet haben, auch in etwas Hydrokultur-Substrat einpflanzen. Wenn Sie ihn besonders pflegen möchten, geben Sie ihm etwas von unserem Spezialdünger.