Das ist Erholung – eigentlich. Nachdem ich von vier Uhr bis viertel sieben geabeitet hatte, bekam ich Besuch von einer guten Bekannten. Keinesfalls hatte ich damit gerechnet – und am liebsten hätte ich sie wieder weg geschickt. Ich will am liebsten mit meinen Prblemen allein sein. Ich muss mir ohnehin selbst helfen. Und seit letztem Jahr suche ich auch keine Zweisamkeit mehr. Also habe ich spontan zwei Gartennachbarn mit ihren Frauen eingeladen und was aus dem Tiefkühlfach geholt zum grillen. Getränke und so was habe ich ja eigentlich immer da, es musste nur mal noch jemand ein bisschen Brot und Brötchen holen – der Inhalt des von der Bekannten mitgebrachten Picknickkorbes hätte nicht für alle gereicht.
Die Nachbarn kommen immer gerne dazu.
Also mach ich gute Miene zu dem Spiel, und werde den Abend durchstehen. Eigentlich wollte ich im Haus übernachten, aber nun werde ich heute Abend nach Hause fahren…
Ich fürchte ich muss mal deutlicher werden.
Nun werden mir Gemeinsamkeit, Zusammensein immer lästiger, vielleicht auch, weil ich mich nicht so gesund fühle. Und ganz sicher, weil ich meine Seele und mein Herz nach dem Desaster noch heilen muss. Ohnehin ist es besser, wenn ich die letzten Kleinigkeiten noch beseitigen lasse und mich dann auf ein Leben mit einer relativ guten Gesundheit hoffen kann.
Allein sein habe ich nun lernen müssen und es stört mich nun nicht mehr.