mir von niemanden was sagen lassen. Ich war in meinem Leben schon recht früh relativ selbständig, konnte mir meine eigene Meinung bilden. Respektierte Lehrer und Erwachsene, mochte aber auch damals schon sagen, dass diese auch nur mit Wasser kochen….

Kurz, ich tat, was ich für richtig hielt. Bislang hatte sich dies auch bewährt, ich war in all den Jahren wohl eher auf mich allein gestellt und auf meine Entscheidungen angewiesen.

In meinem Leben gab es einen einzigen Menschen, dem ich bedingungslos vertraute, deren Meinung und auch Ratschläge ich voll akzeptierte. Vor vierzig Jahren und, nachdem ich sie endlich wieder traf und mein Gefühl für sie all das getoppt hatte, was ich früher und in meinen Träumen aus früheren Zeiten empfand, jetzt erst recht, fühlte es sich gut und richtig an.

Ich habe immer bewundert, wie sie ihre Meinung fand und begründete. Es waren immer handfeste Hilfen für mich. Ich dachte, daran nun einfach anschließen zu können. Hatte es auch bitter nötig – nach dem im letzten Abschnitt in den Sand gesetztem meinen bisschen Leben….

Auch hierzu machte sie mir mit all ihren Worten und Gleichnissen Mut zur Veränderung. Vielleicht war der Zeitpunkt vor vier Jahren falsch, vielleicht wollte ich alles „geräuschlos“, eben ohne viel Aufhebens mit der Olga, auf die Reihe bringen, sicher wollte ich auch vieles zu schnell – und bin gescheitert.

Anschließend habe ich mit Ironie gehandelt, so dass man meinen müßte, mir sei dass alles nicht das wichtigste in meinem Leben. Hier habe ich meine größten Fehler gemacht und alles verloren.

Dabei wünschte ich auch heute noch, dass diese eine Frau, das Mädchen von damals und die reife Frau von heute, die sich in ihrem Inneren so fast nicht verändert hatte, sich mir nicht abwendet.

Gerne würde ich ihr das sagen wollen, aber nach all dem weiß ich nun nicht mehr, wie? Jedes Wort, was ich schreiben würde, wird nicht im geringsten das Ausdrücken können, was ich damit sagen möchte. Auf dem Punkt gebracht: Bleib, ich brauche Dich!