Im vergangenen Monat haben sich die Ereignisse förmlich überschlagen. Und sicher habe ich daran den allergrößten Anteil. Nichts weiter wäre wohl passiert, wenn ich am 16.07.2016 planmäßig in den Urlaub geflogen wäre. So aber habe ich mich breit schlagen lassen, Urlaub gecancelt und bin mit zu dem verschenkten Konzert gefahren. Die Musik hat mich auch interessiert, zählte zu meinen Favoriten, von daher war es kein Problem.

Es war noch einmal, ein letztes Mal ein schönes Wochenende. Dafür danke ich ihr. Sicher hat sie zu wörtlich genommen, dass man aufhören sollte, wenn es am schönsten ist.

Ein Missverständnis, und nichts anderes war dies, nahm sie zwei Wochen später zum sofortigen Ende jeglichen Kontaktes. Eine unbedacht ausgesprochene Frage ob ihren wenigen Schlafstunden nach einem längeren Theaterbesuch. Mein Versuch, zu erklären, wie ich diese belanglose Frage gemeint habe, was mich zurzeit selbst positives und negatives bewegt, ließ sie nicht zögern umgehend jedwede Kommunikation zu kappen. Und mit meinen Sätzen wollte ich gerne auch von ihr hören, dass sie in diesen Dingen an meiner Seite steht, sozusagen auch als moralischer und freundschaftlicher Beistand. Das konnte sie nicht. Eine Frage also hat gereicht, um sie zu einem endgültigen Ende zu bewegen. Da bin ich froh, dass ich mit ihr nie ein richtiges, gemeinsames Problem zu lösen hatte. Und Reisende soll man nicht aufhalten, möge sie alle ihre mir bereits eröffneten und all jene neuen Möglichkeiten nutzen, glücklich zu werden. Da eh alle anderen besser sind als ich, hat sie sicher keine Mühe, glücklich zu werden und  ~ leben zu können. Mehr kann ich ihr wohl nun nicht mehr wünschen und ist auch dazu nicht zu sagen.

Mein weit größeres Problem ist meine Scheidung. Im Januar forciert, weil ich mir eine Zukunft mit jener Frau hätte vorstellen können, artete das Vorgehen der gegnerischen Partei in den letzten Monaten und vor allem im Juli in einen offenen Krieg aus. Im Juli kam noch Verstärkung in Form der Schwester hinzu. Man ahnt überhaupt nicht, was zwei gekränkte Frauen alles so gegen mich aushecken können. Dinge, deren Erleben ich mir niemals auch nur erträumt hätte. Längst war alles klar, alles vereinbart, unterschrieben und mit einem Anwalt abgestimmt; das alles hätte so abgewickelt werden können. Was aber haben „die Damen“ daraus gemacht? Sie nahmen sich einen eigenen zweiten Anwalt und haben erst mal alles angezweifelt. Dann bekam ich mehrmals Post vom gegnerischen Anwalt, mit Aufforderungen Nachweise zu führen und zu erbringen, was da so an Dingen realisiert, was an Geld „unterwegs“ sei. Mit unserer gemeinsam aufgesetzten Vereinbarung wäre die Olga vortrefflich und zu ihrem Vorteil abgefunden geworden. Nun aber wurden „geheime“ Konten, Aktien, Depots und gar der Zuwachs meiner Koi im Teich als Wertsteigerung in Frage gestellt, andere schräge Dinge nicht benannt. Das ging soweit, dass ich mich zweimal vor der erschienenen Polizei im Haus zu rechtfertigen hatte, die sogar Unterlagen und meinen PC mit meiner Bank- und Börsensoftware  „sicherstellten“.

Das zehrte an meiner Gesundheit. Zu Beginn dieser Woche bekam ich die Quittung in Form eines Warnschusses meines Körpers. Auf der Fahrt zur Arbeit fühlte ich mich auf einmal sehr eigenartig, Herz rasen, unbestimmte Angst, schwindelig und dann wurde mir schwarz vor Augen. Da aber soll ich schon in der Einfahrt zu einem kleinen Parkplatz gestanden haben…. War vielleicht mein Glück. Sicher bin ich nicht sehr schnell gefahren, so dass maximal das Auto beschädigt worden wäre.

Ich wurde im Auto bewusstlos aufgefunden, versorgt und ins Krankenhaus gefahren. Aufnahme und Untersuchungen nahm ich wie in Watte verpackt auf, war nicht wirklich dabei. Ich weiß auch nicht, was und ob ich da überhaupt geredet hatte. Erst am Abend wachte ich auf, ich hatte den ganzen Tag mehr oder weniger geschlafen, ich weiß davon sehr wenig. Abends wurde mir erzählt, was passiert war und dass ich nun erst mal durch gecheckt werden soll, um die Ursache heraus zu finden. Am Donnerstag nachmittag wurde ich wieder entlassen. Keine organischen Schäden. Eben nur seelisch, psychosomatisch nach all den „Schicksalsschlägen“, nach allem, was ich so schnell nicht verarbeiten konnte . Und das braucht nun sicher viel Zeit, um zu „heilen“.

Eine Härtefallscheidung wird es nicht geben, ich muss also das ganze Procedere durchlaufen, einen Teilerfolg gegen die Olga konnte ich erzielen, es wurde ihr erschwert, gegen mich vorzugehen. Ist ja auch schon was.

In der anderen Sache, der ich meine Zukunft  widmen wollte, ist nun nichts mehr zu tun, ich wurde zum Abschuss frei gegeben, endgültig. Das hat sich damit also auch erledigt.

Jetzt werde ich mich erst mal beruhigen, mein Leben ordnen und anschließend erst mal Urlaub machen. Ach ja, wenn man nun wieder mit offenen Augen durch die Welt geht, sieht man auch, dass es noch andere Frauen gibt, die jemanden suchen und keine solch hohen Ansprüche stellen. Denen sogar ich genüge.

Auch werde ich meinen Wohnungskauf forcieren. Auch wenn sich da bereits andere „Konstellationen“ ergeben haben. Ich lasse mich da überraschen und werde niemals wieder einen ersten Schritt zu mehr Nähe gehen. Damit bin ich gehörig auf die Schnauze gefallen. Sehr lehrreich für mich.