Immer wieder ablenken, ist das Zauberwort. Ich bin nur ein schlechter Mensch, mehr nicht.

Dennoch muss ich irgendwie dahin vegetieren. Also alles unternehmen und mitnehmen um mich weitestgehend abzulenken.

Noch ist das eben kein Problem, ich habe einen vollen Terminkalender für die nächsten acht Wochen, dann werde ich Urlaub machen. Durch meine soziale Ader werde ich in der ehemals gemeinsame Eigentumswohnung die Heizung auf meine Kosten und unter meiner Regie erneuern lassen. Dann habe ich nach dreizehn Jahren alles neu gemacht – hoffentlich kann die Wohnung dann endlich gut verkauft werden.

Gerade mache ich meine Steuererklärung, bei meinen Einnahmen und Ausgaben, Fahrtkosten etc. hat mein Programm „Quicksteuer“ eine Erstattung von knapp 3 TEuro errechnet.

Meine jüngste Tätigkeit hat mir heute auch schon ein paar Euro eingebracht. Ich habe allerdings keine großen Summen investiert. Aber ich finde, darauf wetten, wohin sich eine Aktie in einer gewissen Zeit entwickelt, kann wohl jeder. Ich bin nun in der Lage, Geld, welches schon drei Jahre auf einen anderen Zweck wartete zu verwenden, um hier ein bisschen zu spekulieren. Es ist eben alles für etwas gut. Würde ich das Geld verlieren, träfe mich das nicht wirklich. Ich schätze aber, dass ich diese Summe so rasch nicht verspielen kann – ab und an wird noch was abfallen. Ich werde ja nicht durchgehend falsch liegen können. Heute hatte ich von zwanzig trades nur eine Niete, also einen geringen Verlust von 250,00 Euro. Wenn man hierbei Vernunft walten lässt, kann man dieses traden auch gerne als eine zusätzliche Art der Anlage nutzen. Ich war schon immer ein Genußmensch, ich möchte auch als Rentner mir noch das eine und das andere leisten können. Und wie es jetzt aussieht, muss ich auf niemanden mehr Rücksicht nehmen. Da meldet sich schon mein Wunsch wieder, meinen Lebensabend irgendwo in dieser Welt, nicht aber in Deutschland, zu verbringen. Auch diese Option war ja nie ganz vom Tisch.