Ich bin heute um vierzehn Uhr nach Hause gefahren, hatte keine Lust mehr. Besser, ich tue etwas für mein Wohl. Darum geht es im Prinzip ja nur noch – mein Wohl. Wenn andere dabei auf der Strecke bleiben, dafür kann ich nichts, natürlich kann ich das nachfühlen, hatte es auch erlebt. Aber so ist das Leben und man ist mal unten und kommt mal wieder hoch. Das Spielchen ist eigentlich egal, aber nachdem mir das so drastisch gezeigt wurde, spiele ich nun meine Rolle hoffentlich perfekt.
Es bereitet mir nun auch überhaupt keine Probleme mehr, von Beginn an all meine schlechten Eigenschaften aufzuzählen – wer sich dann trotzdem auf mich einlässt ist halt selbst schuld. Das Leben ist nun für mich in einer Phase, wo mich eben nichts mehr berührt. Wenn man das so beobachtet, gibt es viele Menschen, die es mir gleichtun und trotzdem damit gut leben können. Warum soll mir das nicht auch gelingen? Und große Ideale oder Ansprüche an das bisschen Leben habe ich nun eh nicht mehr.