Jetzt, da es scheinbar niemanden mehr gibt, kann ich auch alles schreiben, was in diesen letzten 14 Tagen sich in diesem haus zugetragen hat. Ich bin nun am Ende und nervlich fertig. Ich gebe auf. Heute war zum dritten Mal die Polizei hier. Gewaltsam versuchten Sie einzudringen, Feuerwehr kam dazu mit zwei großen Wehren. Da ich das Procedere aus den letzten beiden Malen kannte, bin ich nach dem „Sturm“ hinaus gegangen, um zu erfahren, was nun schon wieder los sei. Diesmal galt der Einsatz nicht der Olga. Ich finde, zwei mal für nichts und wieder nichts die Polizei zu rufen – nur wegen einer Scheidung und deren Unverständnis und Unwillen, dies unstreitig über die Bühne zu bringen, reicht schon.

In der Wohnung über uns befand sich eine Frau, nicht die Wohnungsbesitzerin, scheinbar verwirrt und wollte vom Balkon springen. Fünf Polizisten und 8 Feuerwehrmänner waren im Einsatz, um die Frau in Gewahrsam zu nehmen. Schon erstaunlich wie die Dame ins Haus gelangen konnte.

Natürlich dachte ich zu allererst, ich müsse mich nun wieder rechtfertigen oder die Olga sucht etwas und meint, ich hätte es im Zusammenhang mit der Scheidung an mich genommen. Für mich galt bis dato noch immer all das, was am 31.12. gegenseitig vorgelegen und abgezeichnet wurde. Alles andere ziehen nun Olga, deren Schwester und deren Anwalt an den Haaren herbei.  Das zermürbt, durch diesen Scheidungskrieg habe ich jetzt schon das wichtigste in meinem Leben verloren,  das Leben gibt einem den Rest. Ich gebe auf.