Ausschlafen, schmerzfrei und die Schwellung klingt auch ab. Ich habe am Wochenende das laufen wohl ein bisschen übertrieben und heute in den Waden Muskelkater. Aber morgen ist das sicher vorbei. Wenn die relativ kleinen Wunden verheilt sind, kann ich am Wochenende ganz sicher ins Hallenbad gehen. Es liegt für das Wochenende nichts an, außer wenn in paar Leute zu Besuch kommen und wieder meine Küche auf den Kopf stellen…

Aber besser als alleine zu sein und Gedanken verschwenden.

Übernächste Woche werde ich zur „finalen“ Operation gehen. Ich habe mich auf Anraten dazu entschlossen, dass alles auf zwei Eingriffe aufzuteilen. Und schließlich bezahle ich ja auch selbst dafür. Der kommende Eingriff ist der schwierigste Teil der Operation, aber es kann auch ambulant gemacht werden und ich könnte am selben Tag oder einen Tag später die Klinik bereits wieder verlassen. Wenn es allerdings Schwierigkeiten gibt, verlängert sich die Zeit im Krankenhausbett. Ich bin voller Optimismus, es wird schon nichts schiefgehen – auch wenn während der Narkose mein Herz langsamer schlagen sollte. Ich habe ja nun die Tage nach dem letzten Eingriff aufgezeichnet, als das Herz nachts nur 38 mal in der Minute schlug. Aber es ist so stark, dass man sagen könnte:Unkraut vergeht nicht. Und ist es nicht so, dass diejenigen, deren Dasein bereits als wert- und nutzlos bewertet wurde, nun vollkommen zwangfrei agieren können?