dabei hatte das eine mit dem anderen nichts, aber auch gar nichts miteinander zu tun. Nur ich habe alles in einen Topf geworfen und dabei sind die falschen Menschen von mir vor dem Kopf gestoßen worden. Eine Situation, deren Ursachen ich in meinem Alter nicht mehr für möglich gehalten hätte. Aber das Gefühl zu meiner Jugendliebe hat mich einfach überwältigt. Das ist die Frau bei deren Zusammensein ich mich so wohl fühle, frei bin, sie ist der einzige Mensch, der ich unumwunden vertraue. Niemanden sonst hatte ich mich je so geöffnet. Ich hatte auch nie das Bedürfnis, diese Nähe, die hier einfach natürlich, einfach vorhanden ist, zuzulassen. Wenn ich nun alles kaputt gemacht habe, macht mich das traurig, gegen ihren starken Charakter komme ich mit meinen Gefühlen, auch wenn sie noch so stark sind, eben nicht an.

Ich wünschte mir, wir hätten uns wieder vertragen, eben einen ersten Schritt gemacht – was daraus mal werden wird, weiß eh niemand – aber zumindest wäre es schön, wenn wir zusammen reden könnten. Mit all den Dingen, die nun auf mich einstürmen bin ich allein. Hat sie Angst, ich könnte sagen, ich würde dies alles nur wegen ihr tun? Das wäre falsch und von mir nicht gewollt.

Eine Beziehung mit ihr ist wohl das eine, meine Veränderungen sind das andere, auch wenn es sich später mal auf ein Miteinander ausgewirkt hätte.

Ganz sicher ist, dass ich gerne eine Beziehung hätte haben wollen, es gibt so viele Eigenschaften an ihr, die ich an anderen vermisse, die mir aber so unendlich gut taten, als ich all das an ihr erkennen durfte. Leider hat all das noch nicht gereicht, dies im Alltag zu leben und zu erleben.

Nun ist erst mal Abendbrotzeit in der Klinik. Ich gehe ins Restaurant, ich kann zu den Mahlzeiten wählen, was ich mag, es ist bisher ein sehr stressfreier Aufenthalt. Ich habe ein Einzelzimmer, die Ärzte und Schwestern stehen für jede Frage bereit. Eine Privatklinik funktioniert anders als ein Krankenhaus.

Es wird nicht langweilig.