ich weiß, dass ich dafür daselbst verantwortlich bin. Man tut das was ich tat einfach nicht. Ich habe meine Gefühle vier Jahre lang selbst verarscht. Ich habe mich selbst zerstört.

Das sich etwas ändern musste in meinem Leben, das wußte ich auch davor schon. Das es hätte so eine heftige und zugleich von mir innig gewünschte Wendung hätte geben können, damit rechnete ich nie. Was hatte ich eigentlich einer solchen Beziehung entgegen zu setzen? Ich bestehe aus Gefühl und „Verstand“, alles andere ist wohl nachrangig bei mir ausgeprägt. Damit kann man wohl eher keinen Menschen halten. Und genau das war es immer, was mir zusetzte, das, was mich immer wieder und wieder an mir zweifeln ließ und ganz sicher waren dabei die ganzen zwanzig verlorenen Jahre mit der Olga nicht zweckdienlich.

Nun, so richtig aufgeschreckt von einem Menschen, dem ich mein ganzes Vertrauen, meine ganze Bewunderung, all meine Gefühle schon seit eh und je entgegen brachte, gegenüber allen Beteiligten von Beginn an ehrlich entgegen getreten (auch die Olga wußte vor dem ersten Treffen, was da passiert), kam ich mit dem Überschwang meiner Gefühle nicht zurecht. Ich wollte so viel und habe alles falsch gemacht. Das was ich tat, musste den Anschein haben, das es wohl am nötigen Ernst fehlt. Ich tat Dinge, die man nicht mal als Teenager würde tun wollen. War ich verletzt? Wollte ich zu viel? Oder vielleicht das ganze zu schnell? War es für mich eine Angst, dieses große Gefühl wieder begraben zu müssen? Ich wollte sie nun nicht wieder verlieren.

Andererseits, durch das was ich tat, darf ich nun überhaupt noch etwas anderes erwarten?

Ich wollte so viel und habe alles in den Sand gesetzt….