Da wird man sehenden Auges wieder zum kleinen Jungen…. Die Modellbahnwelt hat mich wieder eingeholt. Als Dreijähriger „Besitzer“ einer Rangierlok und einiger Wagen, meine Brüder hatten auch jeder einen eigenen Zug, aber wer hat die Anlage betrieben: der Vater hat die Züge damals fahren und halten lassen… Das sollte wohl so sein. Freilich, später durften wir die Modellbahnplatte selbst nutzen und spielen. Da hatten wir sogar einen lebenden Passagier, unseren Hamster Mucky, der hat jedes Spielzeug getestet, wo er rein passte.

Und später, als ich erwachsen war, hatte ich keinen Sohn, dem ich die Modellbahn hätte vorenthalten können. Ein Mädchen aus einer Beziehung, der ich einen Puppenbungalow gebaut hatte. Damals mochte ich einfach den Ernst des Lebens nicht sehen, nun ist es eben zu spät.

Ich habe mir heute ausnahmsweise mal Kaffee und Kuchen gegönnt. Anschließend fahre ich weiter und werde zum „Western-Restaurant“ „Lasso“ fahren, was tolles essen und anschließend nach Hause fahren, um zu packen. Morgen um halb fünf werde ich zum Krankenhaus losfahren um pünktlich anwesend zu sein. Ich will ja nun nach dieser langen Vorbereitung nichts vermasseln.Und nur das Ergebnis zählt, nicht mehr wie es dazu gekommen ist. Das Leben geht ganz sicher weiter – und nein so nutz- und wertlos wie ich erklärt worden bin, bin ich sicher nicht. Aber schön, dass ich eine ehrliche Meinung gehört hatte. Nichts mag schlimmer sein, als Worte, die nicht ehrlich gemeint sind. Und wenn ich halt so schlecht auf andere Menschen wirke, muss ich halt damit leben. Schließlich bin ich schon fast sechzig Jahre damit irgendwie zurechtgekommen.

Und nun geht es weiter. Ich mag nicht mehr in diese Gedanken verfallen. Für jene mag ich halt der schlechteste Mensch sein – ändern kann und will ich es nun nicht mehr. Gefühle kann man sich nicht aussuchen, ich muss wohl damit fertig werden, all diese Gefühle zu unterdrücken. Vielleicht geht auch ein Leben ohne Gefühle, einfach nebeneinander, wo es niemanden mehr gibt mit „Schmetterlingen“ im Bauch, wo man einfach füreinander da ist? Kann wohl keiner verstehen? Aber ganz allein leben – nein, das will ich nicht, aber solche Gefühle einem Menschen entgegen bringen, nein – das kann ich nicht mehr.