Nach dem Frühstück fahre ich los zum Krankenhaus. Ich bin so aufgeregt, hoffentlich kann ich mich auf der Autobahn konzentrieren. Es wäre fatal, wenn etwas unvorhergesehenes passieren würde.

Frühstück mit Tomatensaft, Ei, Roggenbrot, Kokosfett, fettarmen Schnittkäse und Geflügelwurst. Ausbalancierte Mahlzeit, kalorienreduziert. Meine Ernährungsumstellung beginnt mir Spass zu machen. In der Nähe meiner Wohnung gibt es einen riesigen BIO-Ladenar früher mal ein Discounter. Ist zwar alles ein bißchen teurer, aber dafür umso besser. Und man muss ja nicht alles dort kaufen. Woanders gibt es auch bereits gute Artikel für eine ausgewogene Ernährung.

Ich liege gut in der Zeit, um 10:00 Uhr will ich losfahren. Es sind etwas mehr als zwei Fahrstunden.

Es wird schon schief gehen! Und ein Versuch war es halt wert. So oder so und irgendwie geht das Leben immer weiter. Auch habe ich mich an meine neue Einsamkeit gewöhnt. Ein Umstand den ich vor knapp einem Jahr noch als unerträglich hielt. Man gewöhnt sich an alles. Und wenn ich das letzte Wochenende  Revue passieren lasse, ist es für mich wohl am besten, auch unabhängig vom Ausgang der OP, allein zu bleiben. Es gibt eben keine, die der einen das Wasser würde reichen können. Ich war sogar bereit Kompromisse einzugehen, aber das hieße auch, ich müsste mich zu stark für jemanden verbiegen. Und das das nichts wird, habe ich ja die letzten Jahre mit der Olga erfahren. Das hat mich zu einem unausgeglichenen Menschen gemacht, voll Ironie und Sarkasmus – beziehungsunfähig eben.

Es ist schade, dass sich alles so entwickelt hat. Ich hätte gern eine Beziehung aufgebaut. Durch mein Verhalten ist dies nun nicht mehr möglich.