Morgen um die Zeit bin ich schon fast im Krankenhaus angekommen. Hat ja auch lange gedauert, bi zu diesem „finalen cut“! Meine Aufregung läßt sich nn wirklich nicht mehr verbergen, ich muss mich ablenken. Erst einmal gehe ich in den Garten, später etwas einkaufen, weil wir heute noch ein bisschen „feiern“ wollen. Da die OP ambulant durchgeführt wird, könnte ich spätestens am Samstag wieder nach Hause fahren. Wichtig hierfür sind nur meine Vitalwerte, mein Blutbild usw.. Ich fühle mich nach der letzten Entzündung des Sprunggelenks und der vorhergehenden Entzündung der Narbe nun aber wieder wohl. Einzig die Angst vor der Narkose treibt mich um. Immer wieder gab es bei der Narkose Schwierigkeiten, auch wenn es morgen nur eine Regionalanästhesie geben soll. Ich habe in den letzten Jahren durch die Narkose so viel erlebt, dass ich nun berechtigt Angst habe.
Meine Patientenverfügung habe ich neu verfasst, schon deshalb, weil es nun keine Person mehr gibt, die irgendwas noch zu entscheiden hätte. Ich habe mich auf alles so gut es eben ging vorbereitet. Wird schon schief gehen!
Nun werde ich erst mal frühstücken, ein gekochtes Ei, einen Kräuterquark, eine Schnitte Eiweißbrot, Tee und anschließend einen guten Espresso.
Anschließend gehe ich in den Garten, einen Wasserwechsel im Teich einschalten, im Gewächshaus gießen, sonnen und lesen. Kleinigkeiten erledigen um so meinen Fuß effektiv zu belasten, damit wieder alles in alten Bahnen laufen kann.
Gegen Mittag werde ich heute wirklich in einem Imbiss in der Nähe meines Gartens aus einer Gulaschkanone eine Erbsensuppe essen. Danach werde ich einkaufen fahren, für heute Abend möchte ich Fisch und Wild zum Grillen und noch paar Kleinigkeiten, die man so zum Grillen braucht, kaufen. Dazu gibt es als Vorspeise in Folie mit Chili und Olivenöl überbackenen echten bulgarischen Feta.
Eine gewisse Unruhe, vielleicht auch „Angst“ vor Morgen kann ich nicht verhehlen. Ich habe das begonnen, nun muss ich da durch. Für mich, ich möchte mich auch später noch im Spiegel ansehen können. Alles andere ist in den Hintergrund getreten.