Gestern einmal fast rund um die Stadt, nur den Teil der Stadtautobahn habe ich ausgelassen. An einem Denkmal habe ich ein spätes Frühstück eingenommen, die Knochen etwas ruhen lassen und bin weiter gezogen. Durch den Wald bis zur Schlucht anschließend zum Wiesenwirt etwas Trinken, weiter auf die Burg. Da ich keinen Hunger hatte und zur Zeit eigenartigerweise alles gleich schmeckt, habe ich dort auch nur einen Kaffee und ein Wasser getrunken, anschließend bin ich durch die Stadt nach Hause gelaufen. Ich war erst nach neunzehn Uhr zu Hause und kaputt. Ein Muskelkater deutete sich an. Dagegen habe ich ein paar Mineralstoffe zu mir genommen.

Zu Abend gab es bei mir gestern einen grünen Smoothie, einen gemischten Salat mit bulgarischen Schafskäse und gewürfelter Hähnchenbrust / Putenbrust ohne Haut und ohne Brot oder andere Kohlehydrate. Dafür gönnte ich mir zum TV-Duell einen Gin Tonic mit Limette. Wenn man das hört könnte man glatt die ganze Flasche sufen. Nach dem getrunkenen Longdrink hatte ich umgeschaltet.

Auch sonst gabs gestern nichts zu sehen. Ich war müde vom laufen, hatte Schmerzen und habe doch schon bald versucht zu schlafen. Gegen halb fünf wurde ich wach – ich habe seit Wochen das erste mal durchgeschlafen und mich halbwegs erholt. Muskelkater spürte ich kaum beim Aufstehen. Ich bin tags zuvor mehr als 24.000 Schritte gelaufen.

Ich habe relativ gut geschlafen, traumlos, nur einmal war ich wach und suchte den Schmerz….

Heute morgen habe ich nur einen Ingwertee getrunken, bevor ich losfahre ein Glas Apfelessig. Zu Mittag gibt es Quark mit ein paar Kräutern aus dem eigenen Garten und einen gemischten, grünen Salat mit Joghurtdressing und Kräutern.

Am Abend werde ich, wenn ich mit meinen Terminen fertig bin, essen gehen. Das erspart mir oder meiner Hausperle den Küchenputz und das Geschirrspülen. Auch muss ich nicht wegen einem Teller, einem Besteck, einem Glas und den Mixbecher für meinen Smoothie den Geschirrspüler anwerfen.

Es wird Herbst, heute morgen waren es nur acht Grad Celsius vor meiner Garage.

Gut, dass ich mich tagsüber gut ablenken (lassen) kann, sicher würde ich nur grübeln – so aber vergeht die Zeit und ich werde die Tage operiert und alles gesundheitliche wird gut. Was will ich auch sonst noch? Hundert Jahre werden? Allein? Das macht mal ein paar Jahre Spass, und auch weil ich im Grunde genommen in den Jahren meiner Ehe schon immer allein gelebt und entschieden habe!? Nun lebe ich nicht viel anders, nur dass ich die Wohnung für mich persönlich habe.

Erst mal abwarten, was nach der OP diagnostiziert wird. Ich möchte davon ausgehen, dass der hohe Aufwand sich endlich gelohnt hat und ich genesen bin. Gestern erzählte mir eine Bekannte, das sie bei einem Neurologen war, dem fiel auf, dass ein Augenlid kleiner als das andere war. Das könne auf eine ernsthafte Erkrankung hindeuten. Er schickte sie umgehend zum Lunge röntgen und zum CT. Die Lunge scheint in Ordnung, das CT ist noch nicht ausgewertet. Der Arzt meint, es könne ein Tumor auf eine Nervenbahn zum Lid drücken….  Die Einschläge mit solchen Diagnosen kommt immer näher, ich tue alles dagegen, ich will so eine Diagnose nicht wahrhaben.

Man kann eben nur abwarten, aber man kann auch sein Leben umstellen. Alles, dem eine Wirkung gegen diese Krankheit nach gesagt wird, nehme ich zu mir, eigentlich schon seit ich begonnen habe abzunehmen. Das muss doch wirken?