Einmal mehr wurde ich, als ich nicht mehr gebraucht wurde – man meiner überdrüssig war, in die gehässige Ecke gestellt – es wurde mir unterstellt, ich würde für all die Unterstützung und Geschenke am Ende etwas „unsittliches“ verlangen.

Das also war die vorherrschende, geltende Meinung. Es ging wohl schon lange nicht darum befreundet zu bleiben, weit eher sann man bereits darüber nach, mich los zu werden. Mit einem offenen, ehrlichen Wort wäre das alles sehr viel einfacher gewesen. Ich entsprach in keinem Punkt den Anforderungen. Ich bin fett, laufe wie ein Bär, ziehe die Schuiltern nach vorn, kleide mich wie ein …., lege anscheinend keinen Wert auf mein Äußeres, bin sexuell für jene „unattraktiv“ in jeder Beziehung: zu klein, zu dick, zu kurz,haarig und wer weiß, was ich nun noch für Gebrechen habe.
Schade, dass diese Frau nicht ehrlich sagen konnte, was sie über mich denkt. Und da mag nun deren Tochter recht haben: hätte es Anzeichen für diese Ehrlichkeit gegeben, ganz sicher wäre ich nicht so „relativ“ großzügig gewesen. Denn Vorwurf jedoch, ich würde dies alles getan haben um am Ende meine Interessen mit entsprechendem Nachdruck durchsetzen zu wollen, weise ich entschieden zurück – ich hatte und habe niemals auch nur eine Andeutung dazu gemacht. Und meine Vorstellungen von Charakter und Moral widersprechen einem solchen Tun. Da bleibe ich lieber bei deren Forderung, wonach ich im Nachgang versprechen musste, dass alle Geschenke freiwillig waren und alles von mir, also ausschließlich einseitig von mir ausging. Das wird mir auch künftig iel böse Diskussion ersparen – hoffe ich. Diesen Satz haben die schriftlich von mir und zwar bevor ich in „Ungnade“ fiel – über die Unterstützung zu reden macht deshalb nun keinen Sinn mehr. Diese Geschichte hat sich nach deren Wohlwollen entwickelt und damit soll es nun auch gut sein.
Schon früher war es immer so, wenn ich etwas ins Feld führte, was nachweisbar der Wahrheit entsprach, wie Gerüchte in der Heimatstadt etc., wurde mir das dermassen um die Ohren geschlagen und der Wahrheitsgehalt vehement negiert, dass zum Schluß immer ich als jener übrig blieb, den deren Zorn wegen dieser Dinge traf. Sicher hätte ich die Wahrheit auf die Füsse stellen können, hatte ich wohl auch versucht – das brachte mir den Ruf ein, ich könne deren Freund Peter nicht leiden…. Solche Dinge waren mir von jeher egal. Kleingeistig eben.
Bevor überhaupt etwas hätte entstehen können, bröckelte es bereits. Erst später erfuhr ich so nach und nach, wie jener gegen mich gesteuert hat, diese Frau an ihm festgehalten hat. So wußte ich rechtzeitig, welche Rolle mir zugedacht war. Damals wurden solche Dinge zumeist abgewiegelt oder man wollte den Anschein wahren und zeigte sich distinguiert meist in Form eines vorgezeigten Erschreckens und Zornes. Ich war von Beginn an nie eine Option, man verstand aber immer wieder, den Anschein zu wecken. Da ich als Mensch eh nie gemeint war, fiel es mir auch leicht, abzutreten. Zu jeder Veranstaltung hatte ich freigestellt, dass nicht ich daran mit teilnehmen müsse, sie könne gerne immer mit wem anderen dies unternehmen. Keine Ahnung, weshalb diese Frau unbedingt mit mir, Quasimodo und first worst man für sie, gelangweilt und wütend ihre Freizeit verbringen wollte? Waren es die paar Mark? Ich hätte dies auch unterstützt, wenn jemand anderes mit ihr gefahren wäre. Und es hätte vieles erspart.

So wie jene Frau mich beurteilt hatte, wie sie zu meinem Habitus steht, was hat sie überhaupt bewegt, auch nur eine Sekunde Zeit mit mir zu verbringen? Und ich, der all das ahnte, was außer den Scheißgefühlen hat mich bewegt, dieser Frau nachzulaufen? Ich habe mich da voll zum Deppen gemacht. Jene Frau hat es wohl richtig getan, sie hat mich nie ernst genommen, sie mochte eh niemals eine Partnerschaft eingehen – und mit mir schon gleich gar nicht.
Das ganze hin und her hat mich in meinem hohen Alter am Boden zerstört. Und als wenn dies nicht genug wäre, wurde ich anschließend noch als Mensch zur Strecke gebracht. Dennoch werde ich nicht gleiches mit gleichem vergelten. Ich kann mit all den vernichtenden Attributen und der erteilten schlechten Prädikate meine letzten Lebensjahre ganz sicher noch gut leben. Und das ein oder andere mag ich noch ändern, aber es zeigte sich jüngst, dass ich nicht den Kopf in den Sand zu stecken brauche….. Alle diese Negativbeurteilung waren zum großen Teil eher subjektiv oder / und aus einer Diskrepanz entstanden, über die ich nun auch nichts mehr sagen muss. Es geht also tatsächlich auch noch anders. Das hat meinem ego auf die Sprünge geholfen. Damit darf ich wieder etwas zuversichtlicher in meinem Leben sein, ich verstand mich eh nicht, wie ich so nach dem 08.12. 2012 reagieren konnte??? Ich werde aus dem größten Tief meines Lebens wieder heraus krabbeln und uns noch ein paar schöne Jahre schaffen.