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varium mutabile semper femina

Halloween 2020

Im Februar 2020 ist meine Mutter gestorben. Mein kleiner Bruder, bei dem meine Mutter lebte, hat mich erst informiert nachdem meine Mutter bereits drei Stunden tot war. Ich konnte mich nicht von ihr verabschieden.

Heute endlich durfte ich meine persönlichen Andenken abholen. Mein kleiner Bruder hat hierzu eine Übersicht geschickt, was alles noch zur Auswahl als Erinnerung vorhanden war. 

Leider hat mein hervorragender Bruder mir nur vier Kisten mit alter Wäsche zukommen lassen, das wollte ich nicht. Ein paar Erinnerungen wollte ich haben, bspw. einen geschnitzten Bauern und eine Bäuerin. Obwohl zugesichert hat mein Bruder diese mir nicht ausgehändigt. 

Nach dem Verladen der 4 Kartons masste sich die gewichtige Tochter an zu sagen, „so das wars dann“. Das waren die letzten Worte, die vormals eine Familie gebunden hatten…

Halloween 2020…

Es wird in diesem Jahr keine so große Party wie in den vergangenen Jahren. Ich fahre dieses Jahr nicht in den Harz, viele Veranstaltungen wurden eh gecancelt. Wir werden mit ein paar wenigen Freunden im Garten feiern. Damit ich nicht zuviel tun muss habe ich eine Cateringfirma für Morgen beauftragt. Maximal zwölf Leute dürfen zusammen feiern. Das ist überschaubar. Manche sind heute schon angereist. Neben einer Schlachteplatte biete ich heute gebackene argentinische Rotgarnelen und chilenischen Weiß- und Rotwein an. Natürlich gibt es auch noch was vom Grill, Rindersteak, Maronen und gebackene Süßkartoffeln.  Für später habe ich noch einige vegane Sachen aber auch ein herkömmliches kaltes Bufet. Und wem der Hunger noch plagt, der kann gerne Steaks vom Schwein und thüringer Brastwürste bekommen. Außerdem gibt es viele verschiedene Salate. Für das leibliche Wohl ist also gesorgt.

Nun muss halt ich nur noch durch halten. Leicht fällt mir das nicht, leider. Aber Unkraut vergeht nicht – und wenn sooll es kurz und schmerzlos sein. Am Besten einschlafen und nicht mehr aufwachen. Leider kann ich mir das nicht aussuchen – nur für mich wünschen. Also einfach leben und leben.

Großen Urlaub wird es wohl nun nicht mehr geben…

Am 12.11. 2020 muss ich wieder ins Krankenhaus. Irgendwas stimmt mit meiner Verdauung nicht. Dabei habe ich mich stets daran gehalten, welche Lebensmittel ich in bestimmter Menge zu mir nehmen darf. Und schließlich bin ich uhu – unter hundert. Vorsorglich habe ich mir noch Mineralien und Vitamine gekauft – hat das etwas bewirkt? Eigentlich fühle ich mich wohl.

Aber im nächsten Jahr möchte ich gerne wieder einen entfernteren Urlaub unternehmen.

Da ich nicht mehr im Restaurant essen gehen kann werde ich zum nächsten Wochenende Tafelspitz mit Meerrettichsauce und Salzkartoffeln machen. Das hatte ich noch nie selbst gemacht.  Und so schlängelt man sich bis Weihnachten. Da gibt es Kartoffelsalat mit Fleischwurst / Bockwurst, am ersten Feiertag Gans mit Thüringer Klössen und Rotkraut, am zweiten Feiertag Rehrücken mit Klössen und Rotkraut.

Abends gibt es Heringssalat, Weinbergschnecken mit Avocadobutter, Toast und andere delikate Sachen.

Zwischen den Tagen muss ich etwas abspecken, da achte ich auf die Kalorien. 

Silvester steht bei mir unter dem Motto „Käpten Nemo“ – es gibt ein mediterannes Bufet.

Und hoffentlich wird das neue Jahr endlich besser für mich.

Ich hatte mir meinen Geburtstag eigentlich anders vorgestellt….

zum einen wollte ich vom 17.10. bis 30. 10. in der Karibik sein und meinen Geburtstag in Yucatan feiern. Das hat Corona zunichte gemacht. Ich musste also alles neu organisieren, mit einem Teil meiner Gäaste habe ich morgens bis mittags gefeiert – bei einem Austernfrühstück und natürlich gab es auch noch andere Dinge. 

Nachmittags waren wir in einem kroatischen Restaurant am Rande der Stadt. Es waren zwei gelungene Feiern im bescheidenen Rahmen von Corona….

62 Jahre alt…

Und alles was ich in den letzten acht Jahren wollte ist gründlich daneben gegangen. 

Nun ist wohl eh alles zu spät  – ich hatte mich in meinem Kummer eingeigelt und nun durch Kummer viel negatives erfahren. Natürlich gebe ich nicht auf, auch wenn ich nun an mehreren Organen erkrankt bin oder sein soll – noch habe ich kaum Schmerzen – ich möchte dies einfach überstehen. Alles was man dagegen tun kann werde ich tun. 

Eigentlich wäre ich jetzt in der Karibik….

…nun laufe ich meinem Reisekosten hinterher. Wahrscheinlich hätte ich sowieso nicht reisen können oder dürfen, deshalb hatte ich meine Erwartungen eh schon stark zurück geschraubt. Aber durch Corona werde ich die achttausend Euro hoffentlich zurück erhalten.

Ich habe in diesem Jahr viel erlebt, hatte und habe mit vielen Dingen zu leben, die ich nun wahrscheinlich nicht mehr ändern kann – zwei weitere Operationen und so viele Therapien, es ändert sich nicht viel.

Ich kann nicht einmal Halloween feiern wie all die Jahre zuvor. Gerne wäre ich noch einmal in diesem Jahr auf den Brocken gefahren… Aber wahrscheinlich gibt es dort in diesem Jahr auch keine Veranstaltung. Ich werde am kommenden Wochenende zwei mal meinen Geburtstag feiern – einzig wegen der Gästebeschränkungen. Ich feiere in einer Gaststätte, vormittags bis zum frühen Nachmittag und anschließend in einer anderen Location bis zum Abend. Ich hoffe, ich halte dies durch. Vielleicht wird es mein letzter Geburtstag, vielleicht werde ich wieder gesund? Die Hoffnung stirbt zuletzt.  Bislang sind mehrere Organe in Mitleidenschaft gezogen. Ich habe wohl zu spät auf meine innere Stimme gehört, aber schließlich war ich mit meinen Defekten seit Geburt schon eh gekennzeichnet, ich dachte immer, schlimmer kann es nicht kommen, ich habe schon genug und muss sehen, wie ich mit dem bisschen Leben zurecht komme. Ich bin nun auch nicht vor Gewebeveränderungen gefeit. Mein Gedanke war halt ein Trugschluß.  Schadensbegrenzung, falls das noch geht. Es kann nicht sein, dass ich fünfundvierzig Jahre gearbeitet hatte um jetzt rasch ins Gras zu beißen. Dann war alles umsonst. Man kommt ohne etwas auf diese Welt und geht mit nichts von dieser Welt… Man kann sich vorher noch absichern und bestimmen, wer etwas von dem, was man geschaffen hat, bekommt und wer halt nicht. Ich hoffe das ich richtig entschieden habe – von meiner Familie lebt eh nur noch mein „kleiner Bruder“ zu dem ich nach dem Tod meiner Mutter nun keinen Kontakt mehr habe. Er hat mir nicht mal ein Andenken an meine Eltern gegönnt. Ich werde es überleben zu sagen wäre nun wohl makaber….

Fast nichts geht mehr…

Am 17. 10. in die Karibik reisen, nach Yucatan reisen konnte ich bereits im Sommer vergessen. Nun ja ich wäre ja auch nur noch alleine gereist. Das ist nun nicht mehr so schlimm. Aber ich wollte halt meine Versprechen einhalten. 

Den  kommenden Urlaub werde ich in Deutschlands koronafreien Gebieten verbringen. Ich hoffe man kann im nächsten Jahr wieder freier reisen.