Was macht ein Individuum aus? Bei mir ist es leider nur das Fett.  Es zählt wohl nichts anderes. Ich bin einfach zu fett und basta. Natürlich habe ich mich damit abzufinden. Trage selbst an dem Zustand Schuld. Ich habe mir das angefressen. Meine Bequemlichkeit in meinem Alter trug das ihrige dazu bei. Also, was jammere ich nun noch? Wenn ich nun auf meine Mitmenschen wie ein Monster, als Ekel  wirke, kann ich es niemanden verdenken. Dann ist es halt so, das Leben geht weiter. Und ich habe durch meine Radikalkur und wohl auch wegen meines „nervösen“ Magens bis heute Morgen 1,7 kg abgenommen. Jetzt macht mir der Magen ein wenig Sorge, meine Probleme legen sich auf den Magen, dann bekomme ich immer Schwierigkeiten mit der Verdauung. Ich sollte das ganze nicht so nah an mich heranlassen, ruhiger werden, noch dazu, weil ich im Moment ganz andere Dinge zu lösen habe.

Meine „Badinstallation“ im Garten habe ich erst mal auf Eis gelegt, wird sobald nicht mehr gebraucht. Ich fahre erst mal zur „Erholung“ nach Griechenland – am Mittwoch geht es los. Mein angemietetes Zimmerchen werde ich vorerst behalten, schon weil ich da allerlei Dinge von mir abstellen muss, beziehungsweise schon abgestellt habe.

Als worst man oder auch fat man werde ich meinen Mitmenschen  meinen ekelerregenden Anblick hier gerne entziehen. Da fällt mir ein, als ich gestern Schwimmen war, gab es Menschen, die weitaus mehr Gewicht auf die Waage bringen als ich. Aber das liegt im Auge des Betrachters. Mich stört der Anblick dieser Menschen nicht. Hinter jeden steht wohl eine Geschichte. Und ich hatte den Eindruck, jene sehen das gelassener als ich,  haben  sich mit ihrem Leben arrangiert. Ich glaube nicht, dass all jenen das so nah geht wie mir.

Nun am Ende meines Lebens wurde ich, meine ganz Erscheinung, mein Charakter auf nur noch FETT reduziert. Mein ganzes Leben war demnach falsch, ohne Belang. Die ehrlichen Worte haqben mich zum Innehalten und Nachdenken gezwungen, ich mag nun keine Entscheidungen mehr treffen. Ich finde mich nur noch mit dem Fett ab, bestenfalls arbeite ich an dessen Verlust. Andere Ziele habe ich da eigentlich nicht mehr. Ich danke jedem, der mir die Augen öffnete, ich wollte sicher nie irgendwann 120…130 oder noch mehr kg wiegen, also gerade noch rechtzeitig die Kurve gekriegt. Danke, besten Dank – es waren hilfreiche, ehrliche Worte.Die kann man niemals hoch genug werten. Für diese Worte macht jede Danksagung, auch materiell, Sinn. Anders hätte ich mich wohl nicht bedanken können.