Also, ich bin mir fast sicher, man sollte immer mal seine Situation überdenken und einschätzen, ob des was man tut oder erreicht hat, genau das ist, was man in seinem Leben wollte. Grobe Antwort natürlich: NEIN, aber die Lebensumstände liegen ja nicht nur an einem selbst, man ist auf Gedeih und Verderb der Umwelt ausgeliefert, wie bspw. mein Missverständnis hier ausgeufert ist. Eine Situation, die ich so nicht wollte, aber einfach akzeptiere, schon, weil ich im Moment ganz andere richtige Probleme habe, und, auch durch dieses Missverständnis sehr schnell aufgeklärt wurde, dass jene Frau mir nicht beistehen oder wenigstens einen Halt und eine Option für später geben wollte. Dabei hatte ich, bis auf dieses eine Mal nie einen Wunsch geäußert oder eine Forderung gestellt. Hätte ich dies wohl früher getan, wäre das ganze schon sehr lange eindeutig geklärt gewesen. Meine Dummheit eben.

Aber das ist nun kein Problem mehr. Seit ich aus dem Krankenhaus bin, habe ich alle Ausgaben von meinem Konto kontrolliert. Solche Sachen lässt man sonst eher schleifen, man verdient genug und es bleibt am Monatsende noch was übrig. Alle Lebensumstände sind abgesichert, man verliert den Überblick über Versicherungen, Energie, Telefon, Mobilfunkverträge usw. usf.

Jetzt, durch die Trennung und Vorbereitungen zur Scheidung ist so eine Zeit, wo man alles überdenkt, überarbeitet. Ich hatte seit zwei Tagen alles kontrolliert und verglichen und nochmal gerechnet. Alles, was irgendwie zu trennen war, habe ich getrennt, ich bin be- oder vielleicht auch verurteilter maßen vielleicht großzügig, kann aber immer noch einschätzen, wo der Spaß aufhört. Und in diesem Fall würde ich nicht mal auf Dankbarkeit setzen wollen. Außerdem verdient die Olga im Schuldienst so viel, das sie für sich selbst sorgen und ihre Unkosten begleichen kann.

Und man glaubt gar nicht, wie viel  da raus kommt. Und nun ärgere ich mich, ich hätte schon vor fast 4 Jahren so weit sein können. Ich werde zukünftig zwar etwas weniger Geld im Monat zur Verfügung haben, aber von dem zur Verfügung stehendem Salär spare ich nun nach der Optimierung einen vierstelligen Betrag – soviel ging eben jeden Monat den Bach runter, für nichts und wieder nichts. Einfach nur, um die deutsche Wirtschaft und Dienstleistungsgesellschaft anzukurbeln. Ist das nicht Wahnsinn?

Ich war noch nie ein Schwein, ich habe der Olga aufgeschrieben, was ich tat und dass ich dies auch für sie tun würde. Einfach so.  Angefangen habe ich mit ihrer Gas- und Stromrechnung. Beim regionalen Anbieter heute gekündigt und bei Vattenfall angemeldet. Errechnete Ersparnis für Gas und Strom zumindest im ersten Jahr 1.405,09 €.  Beim regionalen Anbieter gab es keinen Rabatt. Zweites Beispiel ist Mobilfunk, Telefon, Fernsehen und Internet, monatliche Kosten ohne GEZ: rund 241 €. Nach der Zusammenfassung für die Olga – alles aus einer Hand: inklusive verändertem Mobilfunkvertrag mit 6 GB Datenvolumen LTE Tarif RED L, TV (HD), Internet Download 100MBit/s, Upload 40Mbit/s, Festnetztelefon und eigener AVM 7490 Router kostet das ganze nun 122,47€.  Mit ein bisschen Geschick wird die Olga weitere Ausgaben optimieren können.

Nun kann sie mit ihrer Riesenwohnung auch noch sparen. Und solange ich noch hier wohne, zahle ich anteilmäßig die Baufinanzierung für den von mir genutzten Wohnraum und die Garage. Mehr kann ich nach all dem, was sie da ein gerührt hat, nicht tun. Und sicher bin ich zu gutmütig oder zu großzügig, wobei ich hier aber nicht mal mehr mit Dankbarkeit rechnen oder auf Dankbarkeit hoffen möchte. Das würde ich dann auch nicht mehr wollen.