Heute Morgen hatte ich ein Moorbad und anschließend eine ausgiebige Rückenmassage – dem Rücken gehts wieder besser. Goldene Hände haben die Physiotherapeuten! Und es wohl nur eine Verspannung.
Nach de Duschen und einer Stunde Ruhen bin ich heute in ein anderes Restaurant gegangen. Es gab tschechische Küche. Ich habe Knödel und Sahnefilet, ähnlich unserem Tafelspitz, und Rotkohl gegessen. Vielleicht hätte auch eine Meerrettichsauce gut dazu gepasst.
Es sind ja hier zu allen Örtlichkeiten keine riesigen Entfernungen, so dass ich schnell wieder im Hotel war und Mittagsruhe machen konnte.
Nach dem Kaffeetrinken gleich hier um die Ecke in dem Cafe Kolonada werde ih anschließend meinen Kaffee nehmen. Die Bedienung kann sich noch immer nicht merken und nicht richtig rechnen. (M)einen Hennessy nehme ich auch dort. Eigentlich wollte ich ja seit der OP überhaupt keinen Alkohol mehr trinken. Ich habe es sicher in den letzten fünf Monaten sehr stark übertrieben. Aber man hat damit einfach nicht mehr gegrübelt, es war wohl schon Raubbau an meinem Körper, aber irgendwie wollte ich all dass endlich vergessen, hinter mir lassen. Es hätte mich zerstört, da hat wohl das Trinken geholfen. Allerdings ist es heute das erste Mal seit der OP, dass ich einen Cognac trinke.
Auch wenn Alkohol nichts bringt und sicher auch keine Lösung ist, ich habe gelernt vergessen zu können. Und wenn die Gedanken überhand nehmen, lenke ich mich bewußt mit irgendwas ab. Ich werde es schon auch ohne Alkohol schaffen.
Der Alkohol hat sicher auch immer zu Problemen bei den beiden OP`s geführt. Ich war da uneinsichtig, ich hätte bereits immer zwei Wochen vor dem Termin auf jeglichen Alkohol verzichten sollen. Aber meiner damaligen Endzeitstimmung war das egal und wie man sieht Unkraut (um nicht wieder die alten Attribute zu gebrauchen) vergeht eben nicht… Ja und wenn, wirds woll auch nicht so schlimm sein, ich merke es dann eh nicht mehr.
Mein Leben, das ich nun alleine führe normalisiert sich aber zunehmend. Aber egal wie man lebt, es gibt immer wieder Probleme. Bevor ich in Urlaub gefahren bin musste ich wieder einmal deutlich klarstellen, das meine Hausperle eben nur Haushaltshilfe, eine Haushälterin ist und kein „Familienmitglied“. Distanz ist angesagt. Wenn es nicht klappt, suche ich mir eine andere. Oder eben über eine Firma, ich denke, da sind von vornherein klar und deutlich die Aufgaben & Ziele erklärt und abgesteckt.