Manchmal klappt hier auch was, vielleicht auch, weil es von Deutschland aus schon gut vorbereitet war. Damit ist meine Vergangenheit abgeschlossen, ich „nur noch“ ein alleinstehender alter Mann.

„Einsamkeit ist Belästigung durch sich selbst.“

(Werner Schneyder – österreichischer Kabarettist und Sportmoderator, *1937)

Das ist nun mein Los.

Nun ja nachdem ich alles erledigt hatte, hatte ich telefoniert und mich zum Mittagessen verabredet. Ein humorvolles Essen, beschwingt – schön. Anschließend bin ich in die metro gefahren, habe ein paar Sachen zum Mitnehmen gekauft und bin in der Mall nebenan ein bisschen shoppen gegangen. Alles was so Rang und Namen auf dem Markt hat, wird hier in kleinen Boutiquen angeboten. Die Geschäfte alle leer, die VerkäuferInnen stürzen sich sofort auf jeden davor innehaltenden potentiellen Kunden. Ich wehre ab und sage, dass ich erst mal schauen möchte und dann sicher Fragen hätte. Ich mag nicht, wenn man als Kunde regelrecht verfolgt wird. Trotzdem mochte ich nach ein paar Markenartikeln, die ich auch als alter Mann noch tragen kann, sehen. Nun, es ist mir gelungen.

Heute Abend werde ich mit den Kumpels angeln fahren und anschließend wollen deren Frauen und die Tierärztin etwas vorbereiten – ein Abendessen oder so. Morgen schon ist mein letzter Tag, ich werde vormittags ins Gebirge fahren, da oben gibt es eine tolle Gaststätte mit alten bulgarischen Speisen, von denen man nicht immer alles in der Stadt bekommt. Es wird mein Beginn vom Abschied dieses kurzen Urlaubs. Abends habe ich in das Restaurant Schiflik eingeladen, alle meine Freunde und eine Person extra. Das wird ein langer Abend. Am Mittwoch Mittag fliege ich zurück.

Telefonisch hatte ich heute für Donnerstag neun Uhr einen Präsentkorb für ca. hundert Euro in einem Markt und eine seltene Topfpflanze beim Gärtner bestellt. Wenn ich das abghole und meine Kleinigkeiten aus Bulgarien und Griechenland dazu packen lassen habe, werde ich direkt in meine Heimatstadt fahren und bereits am Morgen meiner Mutter zum achtzigsten Geburtstag gratulieren. Die Feier soll am Samstag sein, richtige Lust darauf habe ich ncht, ich muss leider allein daran teilnehmen. Das hatte ich mir so nicht vorgestellt. Es sollte anders, ganz anders werden, aber c’est la vie , SO IST DAS LEBEN!!!

Es ist schon siebzehn Uhr, ich habe noch eine knappe Stunde Zeit, werde in das Strassenkaffee runter gehen einen Kaffee trinken und die Tageszeitung lesen. Ab achtzehn Uhr  geht es zum Angeln an die Maritza und anschließend alle zum Abendessen in den Garten einer meiner Freunde. Es wird wieder ein langer Tag…