heute morgen wieder ein paar Tests, Mittagessen, Mittagsruhe, „Ausfahrt“ in den Garten oder Park des Krankenhauses, noch immer kein Ergebnis, vielleicht einen Kaffee in der Cafeteria, vielleicht wieder Besuch, Abendessen, etwas zum Schlafen nehmen, lesen, Nachtruhe.
Der ganze Tagesablauf in nur zwei Zeilen. Die Schmerzen sind noch da, Blutwerte werden nun nicht mehr täglich bestimmt. Ich hoffe trotzdem, dass der CRP Wert sinkt und sinkt. Der 2.6. rückt näher und ich will auch den letzten Schritt tun. Möge alles besser werden.
An die Ruhe kann man sich gewöhnen. Ein Vorgeschmack auf jene nahe Zeit, wenn ich endlich Rentner bin. Ich muss mir nun nichts mehr beweisen, habe keine Wünsche mehr und zu einer Beziehung habe ich die Einstellung verloren. Ich kann mir nicht vorstellen, eine solche Partnerin wie jene Bekannte, die mich vor zwei Tagen besuchte, an meiner Seite zu ertragen. Es gab eh nur sehr wenige Menschen, mit denen ich mir eine Beziehung wünschte und nur eine, deren ganze Ausstrahlung so zu mir gepasst hätte, dass man hätte etwas daraus machen können. Aber erstens war die Zeit falsch gewählt und zweitens ist wohl mein Leben eh schon zu arg verkorkst gewesen.
Es ist halt mein Schicksal als einsamer Wolf dahin zu vegetieren und dem auch gute Seiten abzugewinnen.