Es bleibt mir halt nichts anderes mehr über als die Tage aneinander zu reihen und abzuhaken. Aber wenigstens geht es gesundheitlich aufwärts. Wenigstens etwas, woran ich mich noch erfreuen kann. Ich schätze, dass ich Ende der Woche nach Hause kann. Vielleicht kommt heute endlich der Befund? Was lange währt wird endlich gut….

Ich möchte heute vormittag in die Cafeteria gehen, Zeitung lesen. Ich warte sowieso nur noch ab, im Augenblick wird ja nichts gemacht. Erst am 27. werde ich noch mal ambulant operiert. Diesmal wirklich nur mit einer regionalen Betäubung und am Nachmittag kann ich wieder nach Hause fahren. Allerdings für den Heilungsprozess wäre ich maximal zwei Wochen krank. Schonen. Lass ich einfach mal auf mich zukommen.

Nachdem das alles hinter mir liegt gibt es in diesem Jahr noch zwei größere Aufgaben, zum einen wegen meiner Gewichtsreduktion auf der Zielgeraden und zum anderen eine Kur um das (seelische) Gleichgewicht herzustellen, gewappnet zu sein für die letzten Arbeitsjahre.  Und garantiert komme ich nun nicht mehr auf die Idee meinen Status als schlechtester Mensch durch eine Operation verbessern zu wollen. Ich habe mein Lehrgeld, im wahrsten Sinne des Wortes, bezahlt.

Mag sein, dass sich in meinem Leben mal wieder was ändert, suchen danach oder etwas herauf beschwören mag ich nicht. Ich bin erst mal mit meiner derzeitigen Rolle in meinem Leben zufrieden.