Dreieinhalb Tage im Krankenhaus, zum Checkup nach einer kleinen Schwäche., mehr wohl nicht. Ich war überhaupt nicht vorbereitet und wurde sofort eingeliefert. Das bedeutet aber auch, ich hatte absolut nichts bei mir. Ich konnte vorerst auch niemanden benachrichtigen – soviele hätte es ja auch nicht gegeben, die mir hätten einige persönliche Sachen bringen können. So bekam ich erst mal ein Krankenhaus-Leibchen verpasst – es war auf dem Rücken zu binden…. Keine Ahnung, wer das perfekt hin bekommt. Hygieneartikel habe ich mir dann im Krankenhausladen gekauft. Nichtmal einen Kamm hatte ich, Wahnsinn. Und das alles nur, weil ich kurz mal bewusstlos war und im stehenden Auto aufgefunden worden bin. Kann ja jedem mal passieren.

Nachher gibt es noch ein Mittagessen und anschließend ein Arztgespräch und eine Auswertung. Dann darf ich sicher nach Hause. Ich bin nun auch viel ruhiger.

Ich werde die Scheidung forcieren. In den nächsten Tagen werde ich alle Bankaufträge, die nicht unmittelbar mit mir zusammen hängen aufkündigen. Ich muss nun nicht mehr für die Olga Versicherungen, Bausparen, Energie, Telefon GEZ und all diese Dinge bezahlen. Die haben mich kriminalisieren wollen, nun sollen Sie sehen, wie sie zurecht kommen.

Ich hatte meinen Anwalt wegen einer Härtefallscheidung befragt.

Härtefallscheidung – Wann können Sie die Scheidung beschleunigen?

Härtefallscheidung: Welche Gründe müssen vorliegen – und welche nicht ausreichen

Entscheidend für die Frage, ob ein Härtefall vorliegt, ist nicht aber das subjektive Empfinden des scheidungswilligen Ehegatten. Die Tatsache, dass sich ein Ehepartner möglicherweise recht lieblos verhält oder auch einen sexuellen Fehltritt begangen hat, ist für den anderen Ehegatten sicherlich tief verletzend. Aber dies berührt in erster Linie dessen persönliche Gefühle und ist nicht zwingend eine unzumutbare, in der Person des anderen Ehepartners begründete Härte.

Maßstab ist vielmehr, ob eine besonnene dritte Person bei einer ruhigen Abwägung aller Umstände des Einzelfalls das Verhalten des anderen Ehegatten ebenfalls als eine unzumutbare Belastung empfinden würde, die – umgangssprachlich – eine „Härtefallregelung“ und eine sofortige Trennung rechtfertigt. Die Gründe für die Härtefallscheidung können dabei auch erst nach dem Scheitern der Ehe eingetreten sein, also während der Trennungsphase, in der die Ehegatten bereits getrennt voneinander leben. Ebenso muss der andere Ehepartner die Gründe für die unzumutbare Härte nicht verschuldet haben, so dass auch dessen persönliche Eigenschaften oder Krankheiten die Grundlage für eine sofortige Scheidung bilden können.

Von der Härtefallscheidung zu unterscheiden sind zudem die Fälle, in denen eine Ehe aufgehoben bzw. annulliert wird, so etwa die „Scheidung“ einer Scheinehe, bei der sich die Ehepartner bei der Eheschließung darüber im Klaren waren, dass tatsächlich keine eheliche Lebensgemeinschaft begründet werden sollte.

 

Ich möchte das beenden, ich will da raus – auch wenn ich anschließend allein bin. Irgendwann werde ich wohl mal über diese Ehe ganz unbefangen schreiben können…..