Endlich wurde ich als das charakterisiert, als das ich von jeher angesehen wurde. So schwer hat man sich damit getan, keine Ahnung, warum dies so lange hat dauern müssen. Ich kann sowas kurz und prägnant sagen. Und sie doch eigentlich auch: das Zauberwort heißt: „GESCHICHTE“ – darauf hatte ich gewartet, nachdem ich am Sonntag derart verrissen wurde. Dazu wollte ich mit meinen Beiträgen provozieren, nicht mal dieses eine Wort der Endgültigkeit war ich dieser Frau wert… Und mit diesem Wort hätte ich sicher kein Wort mehr über diese Dinge verloren. Ich wusste ja seit eh und je, dass ich da nichts zu bestellen hatte, niemals eine Option war. Egal, es ist wie es ist. Und ich konnte ja bereits am Tod meiner Gefühle arbeiten. Ich wurde förmlich in diese Richtung gedrängt. Ich war ihr nicht mal dieses abschließende Wort „Geschichte“ wert. Dabei hätte eine solche Geste alles geklärt. Und ich bat noch förmlich darum. Auch um endlich damit abschließen zu können.
Warum war es so schlimm nicht dieses Wort zu sagen, nachdem doch bereits alles gesagt war? Sollte ich wieder und wieder hören oder gar danach fragen, was sie mit dem Langweiler, dem humorlosen, kommunikationslosen und Sex- Langweiler meinte oder mich nun gar noch rechtfertigen. Da gehe ich doch lieber den Weg des geringsten Widerstandes. Sie hat für sich festgelegt und mir das am Sonntag mitgeteilt, muss ich nun noch wem im Weg stehen? Ich habe die Meinung akzeptiert. Meinethalben kann ich ihr auch Recht geben. Es trifft mich nun sicher nicht mehr.
Ich hatte begonnen mein Leben zu ändern. Nun auch ohne – ich werde dies durchziehen. Natürlich hatte ich für das Wochenende auf einen vagen Gedanken hin, etwas gemeinsames organisiert. Da sie sich nun aber nicht mehr meldet, gehe ich davon aus, dass diese Frage nach einem gemeinsamen Samstag/Sonntag nur eine rhetorische Frage war, um keine Textlawine loszutreten. Und doch hatte ich mich zu viel zu vielen Worten hinreißen lassen.
Das organisierte Wochenende nehme ich wahr, ich werde die gebuchten Zimmer nutzen. So rasch etwas neues zu beginnen kann ich leider nicht. Aber allein bleiben werde ich auch nicht. Deshalb werde ich nun an all das anknüpfen, was ich mir noch im Juni vorgenommen hatte. Wenn die Olga nun endlich mit der Sprache herausrücken würde, was sie mit der Wohnung gedenkt zu tun, ob man sich einigen könnte oder ich die Wohnung behalte und sie aus bezahle? Ansonsten muss ich mir halt eine andere Wohnung kaufen. Braucht nun auch nicht mehr so groß zu sein. Aber eben ein neues Nest, um irgendwann was Neues anfangen zu können.
Heute kommt eine Raumpflegerin zu mir, ich suchte eine Art Haushälterin für meine Wohnung, um bestimmte Arbeiten, wie Bügeln, Saugen und Wischen und so erledigen zu lassen. Zum Glück hat sie ja auch „maschinelle“ Unterstützung. Leider im Moment auch noch für die Olga mit. Es ging halt nicht anders zu organisieren. Aber ich wollte mir wenigstens das Leben ein bisschen erleichtern. Und diese 10 Euro/h sind ganz sicher gut angelegt.
Nach dem ganzen Desaster, all den schlechten Urteilen über mich ist es nun wirklich wieder einmal Zeit in den Süden zu verreisen. Ich habe noch 15 Tage Urlaub und werde zehn Tage demnächst ins Warme fliegen. Man kann sicher nicht davon ausgehen so rasch eine „nette“ Begleitung für einen Urlaub zu finden. Es wird lange dauern, bis ich all diese Vorwürfe verkraftet haben werde. Ich durfte mich nicht mal beweisen, ich wurde einfach abgeurteilt und ad acta gelegt- eben ohne Wert.
Es muss mir doch möglich sein, diese negative Wertschätzung endlich zu vergessen. Es darf mir nun einfach nichts mehr bedeuten! Sie hat geschrieben, was sie von mir hält – ich habe alles akzeptiert. Und ich kann versichern, dass ich, wohl anders als jene Frau meinen würde, dem Aufwand nicht hinter her trauere. Es werden so viele Aufwendungen im Laufe eines Lebens in den Sand gesetzt, dass diese Aufwendungen hier keine Rede wert sind. Und dies hat auch was mit Moral und Charakter zu tun. Auch wenn das an dieser Stelle sicher unangebracht war. Ob ich das Zauberwort von ihr noch lese?