Man meint, es wäre für heute schon genug gewesen, muss ich eben feststellen, dass die Olga mir meine persönliche Post von Samstag, Montag und Dienstag vorenthalten hat. Nichts allzu wichtiges darunter, mehr informatives, aber das gehört sich einfach nicht. Bei all dem, was da wohl von Anfang an falsch gelaufen ist, sollte man dennoch nun Größe zeigen und das Ganze zu einem vernünftigen Ende bringen. Das Leben in dieser Ehe war deren Schaden nicht. Ich habe der Opernsängerin deren Diplome von der ausländischen Akademie hier legalisieren und gleichstellen lassen, habe deren Bewerbungen geschrieben und sie alsdann unterstützt, neben all meinen Aufgaben, ihre Unterrichtsvorbereitungen, Leistungskontrollen und Prüfungsfragen und -Gespräche geschrieben, Ihre Texte spanisch und italienisch übersetzt, sie überzeugt, dass sie Philosophie abschließt um damit die Unterrichtserlaubnis in einem weiteren Fach zu haben und vieles mehr. Sicher muss ich mir nicht fehlendes Engagement vorwerfen lassen.
Ich glaube nicht, dass andere so viel in einer Ehe oder Partnerschaft für ihren Partner tun, wobei man sich auch immer vor Augen halten sollte, dass diese Partnerschaft nie richtig funktionierte.
So im Nachhinein betrachtet, scheint es, dass die Olga halt nur ihren Vorteil gesucht hat. An einem Leben mit einem Mann war sie eher nicht interessiert, das nahm sie billigend in Kauf. Welchem Man aber gefällt auf Dauer der Sex mit einer dies billigenden Frau, die zu keiner Regung imstande ist? Ist es dann so verwerflich, dass ich jahrelangen Entzug übte?
Natürlich ist all das nicht zu begründen, es war einfach der Weg des geringsten Widerstandes, dabei sind so viele Dinge auf der Strecke geblieben, ich habe mich zu meinem Nachteil verändert, werde kaum damit fertig und möchte dies niemanden anderen mehr zumuten. Mein Leben wird einsam enden. Ich trage es nun mit Fassung, ich habe all das selbst verschuldet.
Zumindest habe ich meinen Lebensabend einigermaßen finanziell und materiell abgesichert.
Aber zurück zur Post. Ich wurde zu einer weiteren Veranstaltung einer Landesbehörde geladen, die an einem Fluss quer durch die Stadt ein Hochwasserschutzprojekt errichten möchte. Geld spielt keine Rolle – und man will meinen und 5 weitere Gärten enteignen. Sollte es zur Enteignung kommen, würde all das, was ich und nur ich von meinem Konto bezahlt habe in die verflixte Scheidungsmasse einfließen. Die Olga hat im Garten nicht getan – wird nun aber profitieren.
Dieses bürgerliche Scheidungsgesetz sind eine Schande. Im Normalfall lässt man sich scheiden, weil es einfach nicht mehr passt. Was muss da der Staat seine Finger dazwischen haben, beginnend beim Trennungsjahr, über die Zugewinnregel, dem Versorgungsausgleich, usw. usf – und überall kassiert der Staat kräftig mit. Es ist eine Schande, dieses BGB von anno dazumal.
man könnte auch, nun da es kaum mehr eine andere Möglichkeit gibt, das Geld einfach in den Sand setzen. Ob bei einem Negativwachstum neu gerechnet wird?
Ich habe schon mal sehr pauschal meinen Anteil an den Scheidungskosten beim derzeitigen Stand des anführbaren Kapitals ausgerechnet: 3.989,48€ Quelle: www.scheidung.org
Davon verdient der Staat mehr als eintausend Euro. Wahnsinn, so einen Preis für einen Fehler und mein Leben.