Bei meinem Ausflug gestern hatte ich mir nach Monaten etwas gegönnt. Zu meinem Kaffee nahm ich ein Stück Quark-Sahne, meinen absoluten Lieblingskuchen. Es gibt ja nichts, was mich davor hätte abhalten sollen. Und einmal ist keinmal. Man muss auch mal „sündigen“. Ich lag dennoch im Limit meiner Kalorienaufnahme.
Das anschließende Spazierengehen war nicht ganz schmerzfrei, aber schon wesentlich besser als noch vor paar Tagen.
Abends habe ich nur einen Salat gegessen.
Heute gegen Mittag werde ich endlich nach Hause fahren können – leider aber noch bis Ende nächster Woche krank geschrieben sein. Und dann geht das ganze von vorne los. Allerdings in einer Privatklinik. Hoffentlich gibt es keine Komplikationen und einen schnellen und guten Heilungsverlauf. Ein kleines Risiko gibt es ja immer, sieht man ja an meinem Knie.
Wenn ich zu Hause bin, werde ich ein paar Unterlagen überarbeiten müssen. Am wichtigsten ist, die Patientenverfügung und meine Willensbekundung im Falle eines Falles. Eben nur entsprechend den aktuellen Gegebenheiten anzupassen.
Nach wie vor gehe ich davon aus, dass Unkraut nicht vergeht.
Nun gleich noch ein Gespräch und anschließend kann es losgehen. Gepackt hatte ich heute Morgen gleich nach dem Aufstehen.
Gestern Abend hatte ich mal nach Urlaubsreisen für mich geschaut, mein Wunsch war es nach Mauritius, Reunion, Rodrigues oder eben Madagaskar zu fliegen. Die preiswerteste Reise, Flug und Hotel, liegt bei rund sechstausend Euro für eine Person. Vielleicht sollte ich mir doch einen anderen Urlaubsort suchen? Schließlich habe ich noch viele andere Dinge in naher Zukunft vor. Und egal, ob es ein Haus mit Grundstück wird oder im Garten der Teich umgebaut wird und die Wohnung neu eingerichtet wird, es kann nicht schaden, wenn ich von nun an weniger Geld zusätzlich ausgebe. Vielleicht gibt es ja noch ein bisschen Zukunft? Auch für derart schlechte Menschen wie mich? Und vielleicht würde ich mich ja noch verändern und bessern? Sicher kommt es immer auf den Blickwinkel und der Einstellung an.
Wenn ich nach Hause komme, werde ich mir erst mal die „Unschier“ im Garten ansehen. Schade, dass ich niemanden für Gartenarbeiten gefunden hatte. Von nun an kann ich ja wieder selbst Hand anlegen. Der nächste Krankenhausaufenthalt wird ja nicht so lange dauern, auch anschließend wird es kaum eine längere Zeit dauern bis ich mich wieder voll belasten kann.
Alles ist gut und richtig.