Überraschend war die Versammlung  am Samstag schon um 12:00 zu Ende. Kurzentschlossen bin ich nach Halle gefahren. Einfach mal so raus und weg. Samstag war ich dort zu einem Konzert und Sonntag auf dem Petersberg und Reilsberg. Sonntag morgen habe ich mich an einer digitalen Schnitzeljagd (Geocaching) nördlich von Halle beteiligt. Viel Spass, viel frische Luft und man kann sich auch allein in der Natur bewegen – man hat ein Ziel vor Augen. Nachmittags bin ich in der Stadt und im Zoo spazieren gegangen.

Abends war ich in der Alchimistenklause. Rustikale Küche modern aufbereitet. Und wenig Kalorien.

Abends im Hotel war ich noch ein Stündchen in der Bar, zu einem, nein zwei GIN-TONIC mit Eis und Limettenscheibe.

Heute Morgen bin ich zeitig aufgestanden, habe gefrühstückt – low carb – Tomatensaft und eine Portion  Frischkäse mit frischen Kräutern und ein Schinkenröllchen mit Meerrettich. Seit meiner Diät war ich damit satt.

Anschließend bin ich Stadt gefahren um etwas zu erledigen. Ich hatte am Tag zuvor etwas gesehen, was mir spontan gefallen hat. Nach dem Einkaufen bin ich noch essen gegangen. Hinter der Uni gibt es eine Sushi Bar, richtig gemütlich. Da man an der Bar oder eben am Tresen ist es überhaupt nicht schlimm, alleine zu essen. Es ist eine Kaiten Sushi oder auch Zushi-bar. Wer mag kann sich an den Tellerchen bedienen, die haben unterschiedliche Farben zu unterschiedlichen Preisen. Man kann aber auch den Kellner rufen und eine bestimmte Zusammensetzung bestellen. Dazu gibt es grünen Tee, wer einmal Matcha getrunken hat, mag diesen grünen Tee wahrscheinlich nicht. Aber Matcha würde wohl den Preis hier sprengen. Zusammen mit dem Sushi und anschließend dem Mochi war es trotzdem ein Gaumenschmaus.

Leider geht jedes Wochenende einmal zu Ende, ich hätte zwar noch Zeit, da ich noch immer „krank“ bin, aber ich habe doch das ein oder andere zu Hause zu tun. Also bin ich noch rasch zum Geiseltalsee gefahren, der Ort davor war mein Abenteuerspielplatz und die Oma und der Opa konnten damals eh kaum nein sagen. Hier habe ich mich beispielsweise zum DHL-Fahrer schon in sehr jungen Jahren qualifiziert. Klingeln und wegrennen….

Hier habe ich auch meine Affinität zur Landwirtschaft gefunden. Mein Großvater hatte eine „Parzelle“ mit Futterrüben und Korn, Gemüse und Obst und hielt in Schwein, Hühner und Riesenkaninchen – Deutsche Widder. Im Sommer sammelte ich Kartoffelkäfer und im Herbst ging es damals aufs Feld um Feldhamster zu graben. Das sollte man damals noch und es gab eine „Fangprämie“, das ausgegrabene Korn durfte man behalten…

Ich mußte also mal wieder Station im Reich meiner Kindheit machen. Heute war das Wetter besser als gestern. Ibn Neumark war ich an jener Stelle wo ich als Kind mal die Weichen für die Grubenlok stellen durfte. Alles im Wasser. Aber die Ufer sind gut gestaltet. Es wird viel getan. Anschließend war ich an der Marina Mücheln, in deren Nähe sitze ich nun und trinke einen Kaffee. Schön war es, wieder mal hier zu sein und zu schauen was alles anders wird.

Und nun werde ich langsam nach hause fahren. Ich bin nochmal zurück gefahren nach Schortau und habe dort „Geiseltalwasser“ gekauft – einen Wodka mit einer Grasessenz – einem Heuhalm vielleicht. Ich suche immer sowas Besonderes für meine Freunde und Feten.