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Corona – auch mich Rentner trifft das hart

Nicht mehr selbst bestimmt leben zu dürfen ist schon Müll. Jetzt wäre die beste Zeit den Garten vorzubereiten, was mache ich? Ich bleibe zu Hause, gehe kaum einkaufen, morgens sehr zeitig und spät am Abend gehe ich mit Kity & Kety gassi. Gut das ich eine sehr große Wohnung habe, da haben die beiden genug Platz zum spielen und täglich gebe ich ihnen ihr Intelligenzspielzeug, damit sie ausgelastet sind. Noch spielen die Beiden gerne damit. Vielleicht wird es irgendwann mal langweilig?

Essen ist wichtig, ich bestelle mir täglich etwas beim Lieferdienst, da muss ich nicht selbst kochen und zubereiten. Abends plündere ich den Kühlschrank, da gibt es noch verschiedenes Fleisch, Gemüse, Käse, Eier, Milch, Aviar, gebratene Paprika und Pesto. Gehamstert haben wir nicht, ich habe noch je eine Tüte Mehl , Zucker, paar Nudeln und eine angefangene Packung Toilettenpapier.

Wir werden sicher über die Runden kommen…

Wir sind nicht mehr dazu gekommen nach Madeira zu fliegen

Die Ereignisse überschlagen sich. Wir sind zu Hause geblieben. Es wäre unverantwortlich jetzt zu reisen. Wir verschieben den Urlaub auf unbestimmte Zeit. Unser jetziger Tagesablauf sieht trist aus. Wegen der Situation gehen wir alle drei Tage einkaufen, keine Hamsterkäufe, halt nur das was zum Leben gebraucht wird. Und natürlich gehe ich täglich mit Kity und Kety zweimal Gassi.  Das muss eben sein. Ansonsten beschäftigen wir uns in der Wohnung. Wir  hatten vor Wochen einen Rohrbruch un der oberen Wohnung. Bislang wurde getrocknet. Nun sollen die Decken im Bad und in der Küche neu gemacht werden. Durch „Corona“ wird sich das alles verzögern, die Handwerker kommen nicht.

Bleibt alle gesund und kommt gut durch diese Krise.

Am Donnerstag fahren wir auf die Insel Usedom

Vier Tage Erholung. Und die beiden Hundemädchen kommen mit. Die beiden sind dick geworden, Kety von Arbanassi wiegt 4,2 kg und Kity von Arbanassi 4,0 kg. Sie entwickeln sich prächtig. Meine Frau und ich sind stolz auf die Beiden.

Wir fahren schon Mittwoch Abend los, so dass wir morgens im Hotel sind. 

Renter haben Zeit, auch wenn es immer heißt, „Rentner haben niemals Zeit“, man muss nur richtig organisieren. Leider ist meine jetzige Frau noch keine Rentnerin, so dass man immer planen muss.

 

 

schon wieder Feierabend…

Diese Woche habe ich an keinem Tag etwas vor. Am fünften neunten werde ich ins Krankenhaus fahren.Die Behandlung soll ambulant sein – wenn ich tatsächlich gleich operiert werde, dann am sechsten als erster. Aber heute wurde ich angerufen und mir gesagt ich könne entscheiden, der Professor würde auch einmal in vierzehn Tagen in meiner „Heimat“-stadt operieren, mich halt hier operieren lassen. Das hat einen Vorteil, ich kann mich vom Taxi fahren lassen und unmittelbar nach dem Eingriff, wenn der Arzt sein „ok“ gibt, mich auch wieder sofort nach Hause fahren lassen. Aus der Landeshauptstadt komme ich nicht so schnell weg. Ich überlege es mir bis zum fünften, da muss ich ohnehin zur Vorbereitung.
Ich werde heute ein bisschen shoppen gehen, ich habe Appetit auf Bismarkhering! Und ein bisschen anderen Fisch in der Fischhalle hollen ist sicher auch nicht schlecht. Ich könnte ja auch jeden Abend essen gehen, aber irgendwie möchte ich meine Ruhe haben. Das Allein sein scheint Früchte zu tragen. Ich bin am liebsten mit mir einsam im Garten oder daheim.
Ich habe auch viel zu tun, mein letztes Buch ist als ebook weggegangen. Ich schreibe oder diktiere wieder viel, mit scrivener und Natural speaking habe ich schon zwei gute Hilfen. Es würde wohl lange dauern und auch die Fingergelenke wären in Mitleidenschaft gezogen, würde ich all die Geschichten mit den Händen „reinklopfen“.
Mein neues Handy erlaubt sogar bei dunklem Bildschirm mit dem Stift kurze Einfälle zu schreiben, die ich dann irgendwann in scrivener übernehme und in mein Konzept einbaue. Eigentlich freue ich mich schon auf meine Kur, da habe ich dafür sehr viel Zeit.
Und nun ist wirklich Feierabend, ich fahre in mein derzeitiges zu Hause…

Montag morgen.

Wider Erwarten habe ich heute sehr gut geschlafen. Keine Schmerzen, keine Symptome wegen der nahenden OP – ich fühlte mich heute Morgen frei von allem. Ein schönes Gefühl, wenn man monatelang dahin siecht und nicht weiß, was es ist. Sicher helfen mir auch die vielen Mittelchen, die ich fernab der Schulmedizin zu mir nehme. Der Glaube daran, versetzt Berge. Und viel mehr als das kann ich im Moment eh nicht tun. Ich werde mich nicht heiß machen. Wenn es nicht zu ändern geht, dann ist es halt so. Ich bin mit einem weit größeren Schicksalsschlag fertig geworden.
Und auch diesmal stehe ich absolut alleine da, ich sollte also nicht einfach aufgeben. Und ganz sicher war es gut die ersten drei Operationen hinsichtlich des Mangels gemacht zu haben, nur so konnte wohl erst alles andere entdeckt werden. Auch hierin muss ich wohl dieser geheimnisvollen Frau danken. Leider kann ich nicht viel tun, aber dass, was ich tue ohne jemanden noch zu nahe zutreten, kommt aus einer tiefen Dankbarkeit heraus.
Und ich werde zum Jahresende wissen, dass ich Recht hatte, ich werde wieder gesund und kann mit dem nötigen Abstand mein Leben neu ordnen.

Freitag um eins macht jeder seins….

Gleich ist Wochenende! Dann muss ich nochmal beim Caterer vorbeifahren, anschließend in den Garten, für Morgen noch einiges vorbereiten.
Die Hausperle habe ich heute mit einer langen Liste einkaufen geschickt.
Soweit läuft alles. Damit kann die Fete morgen Nachmittag steigen. Hoffentlich hält sich das Wetter.Der Aufwand war zu hoch, als dass ich morgen alles absagen möchte. Aber im Regen mit soviel Leuten im Garten, das macht auch wenig Sinn. Vielleicht ist es besser, wenn ich die Garage ausräume und schon mal mit Stühlen, Bänken und Tischen ausstatte? Notfalls kann ich auch unter demj Freisitz neben der Garage das Bufet aufbauen lassen…
Verschieben wäre blöd. Schon weil ich morgen das zum letzten Mal so groß aufziehen möchte.
Ich möchte mich gern weiter zurück ziehen. Allein sein bedeutet für mich auch, auf niemanden angewiesen zu sein und vor allem, keine Verpflichtungen mehr zu haben. Damit kann ich noch mehr das tun, was mir am meisten Spass macht. Und nachdem nuin durch das Buch wieder ein paar Mark geflossen sind, spornt mich das an, weiter zu schreiben.
Es sind so viele Sachen in den letzten Jahren liegen geblieben – irgendwann muss all das aufgearbeitet werden.

Abend rumgebracht…

Bisschen rumgezappt, nichts ordentliches kommt im Fernsehen. Ein Glas Merlot getrunken, bisschen im Internet rumgesucht – dem Alleinsein frönen müssen und nun den Tag beenden. Ein erfülltes Leben sieht wohl anders aus. Aber ich werde trotzdem das allerbeste aus meinem Alleinsein machen. Ich bin so schlecht, dass ich eh nichts anderes mehr von mir verlangen kann. Und es ist ja relativ einfach, ich lenke mich stundenlang mit Nichtigkeiten ab, um so einfach jeden Tag zu beenden. Und es gelingt – irgendwie geht das Leben ohne Erinnerungen, ohne Träume und Wünsche weiter. Vielleicht kann man irgendwann anders anfangen?

Donnerstag Nachmittag…

Es scheint ein trockenes Wochenende zu geben. Für Samstag habe ich zu einer (letzten) Fete geladen. Ich werde wohl so bald keine Fete mehr organisieren, nicht um der Fete willen, wohl eher weil ich meinem Alleinsein frönen werde. Ich möchte einfach mit niemanden mehr so eng zusammen sein, als dass ich die Leute immer einlade. Außerdem kostet es auch Geld – meistens zahlte ich eh dafür. Da kam nie viel rum, paar Naturalien – den Großteil aller Arbeiten hatte ich. Ich muss mir damit keine Freundschaften erkaufen. Vielmehr habe ich mehr und mehr Gefallen daran gefunden, mein Ding allein zu machen. Und im Moment mag es das Beste sein, bei allen noch zu lösenden Problemen.
Vielleicht sieht die Welt nächstes Jahr wieder besser aus hinsichtlich meiner Einstellung? Mir ist es egal.
Jetzt ist Feierabend und eben wieder kein SchlaDo!

SchlaDo?

Keine Ahnung. Eher nicht. Gestern war ein erfolgreicher Tag. Stromanbieter und Gasanbieter gewechselt, Techniker hat die Gasuhr gewechselt, Unterlagen für die Kur bekommen, die KK hat mir verschiedene Unterlagen ausgedruckt, die ich nicht mehr selbst recherchieren brauche und einfach mit dem Kurantrag bei der RV einreichen kann. Die Kardiologiin und mein Hausarzt unterstützen die Kur ebenfalls.
Dann habe ich gestern endlich einen Termin für die leidige Operation bekommen. Natürlich nehme ich den erstbesten Termin wahr. Ich will wissen, ob DAS dann vorbei ist.
Nach diesem Eingriff werde ich zu einem Spezialisten gehen und etwas tun, was ich bislang immer abgelehnt hatte. Aber ich möchte auf keinen Fall wieder zunehmen. Und sobald ich die strenge Diät schleifen lasse, oder mich weniger durch laufen, radfahren, schwimmen oder gartenfahren bewege, beginnen sofort die kleinen bösen Tierchen, die Kalorien heißen, damit, hängen zu bleiben. Natürlich habe ich meinen Körper mit meiner Radikaldiät zumindest durcheinander gebracht, ich hatte einfach nicht bedacht, dass ein alter Körper bestimmte Lebensmittel anders verstoffwechselt als ein junger. Aus Fehlern lernt man, aus vielen Fehlern lernt man viel…
Dieswe beiden Eingriffe, die anschließende Kur sind die Aufgaben für dieses Jahr. Damit entfällt mein Urlaub wohl nach dem zwanzigsten September, aber entscheiden werde ich das erst nach der Konsultation in Vorbereitung der OP am sechsten September. Dann ist immer noch genügend Zeit den Flug zu canceln.
Alles in allem, ein großer Lichtblick und wieder mal der Beweis dafür, dass das Leben weiter geht und ich alles richtig gemacht habe – diese Woche!

Mittwoch — und wieder ein Wochenteiler

und endlich mal eine gute Nachricht…
Gerade eben erhielt ich einen Anruf von der Klinik. Mir wurden drei mögliche Operationstermine mitgeteilt, bis Freitag kann ich mich entscheiden. Das ist ein guter Anfang, zeigt auch, dass meine Werte sich verbessert haben, denn sonst gäbe es keine OP. Nach so langer Zeit mit immer nur schlechten Nachrichten und meinem Niedergang nun endlich etwas positives, woran ich mich ein wenig aufrichten kann.
Es bewahrheitet sich mal wieder, es ist nie zu spät, Optimismus rettet alles. Wenn der nicht mehr hilft, dann ist es wohl zu spät.
Ich hatte vielleicht mit mir gehadert, weil nichts sich erfüllte, wie ich es miir gewünscht hatte, aber ich hätte mich nicht aufgegeben.
Nun warten wir erst mal den Einfriff ab und sehen dann weiter. Leider geht es nicht, wie ich dachte, ambulant. Ich muss also ein paar Tage dort bleiben. Wenn es aber hilft und ich wieder hergestellt werde, das heißt meine Gesundheit hergestellt wird, lasse ich auch das über mich ergehen.
Mein Plan, zum Jahresende das alles dann hinter mir lassen zu können, geht doch noch auf. Bevor ich jetzt meinem Leben neue Bahnen verleihe, werde ich das Jahresende erst mal abwarten, mich sammeln und in Ruhe abwägen, was ich mit den letzten Lebensjahren anfangen kann. Ideen gibt es viele, machen kann man auch vieles, materiell ist all das auch kein Problem, aber was ich nicht will, Treibender meiner Ideen sein und nie zur Ruhe kommen. Das stelle ich mir schrecklich vor.
Deshalb ist es schon richtig, das langsam anzugehen und dann aber auch diese eine Idee und Meinung bis zum Ende verfolgen. Egal ob hier oder eben auch im Ausland, egal ob mit den derzeitigen Gegenheiten oder einfach alles verkaufen und neu bauen. Ich habe so viele Möglichkeiten – es muss austariert werden.