Wer rastet, der rostet. Und weil ich noch immer nicht genau weiß und sagen kann was mich in naher Zukunft erwartet, will ich soviel wie möglich einfach nur leben oder erleben. Von den Speisen ist ziemlich viel übrig geblieben – wer soll das essen? Alles was hätte verderben können haben die Mitarbeiter mitgenommen – ich möchte ja nicht, dass meine Gäste sich nachts um drei bspw. mit Muscheln vergiften, oder eben ähnliche Sachen zu sich genommen hätten, die meinen Gästen nach den Stunden nicht mehr bekommen würden. Aber Fleisch, Wurst, Käse und Obst sind noch da und ich habe ein paar „Mitesser“ eingeladen sich für die Aufgaben der kommenden Woche zu stärken. Es ist genug da, ich habe Eiswürfel von der Tankstelle für die Getränke geholt. Es regnet nicht, aber ich habe auf meinem Balkon und im Wintergarten eingedeckt. Sehr viele Stühle und Tische habe ich ja nicht zu Hause, also sitzen meine Gäste zusammengewürfelt auf verschiedenen Möbeln. Das macht wohl den Charme der „Nachparty“ aus. Ein „Resteessen“ sozusagen.
Neulich habe ich von einer Bekannten ein Original DDR Rezept für Soljanka bekommen. Irgendwann werde ich das ohne Schweinefleisch, also mit Rindfleisch, nachkochen.
Aber ich glaube kaum, dass ich nach der „Zeitenwendefete“ jemals wieder solch eine Riesenfete starten werde. Einen harten Kern werde ich mir erhalten, vielleicht kommt der ein oder andere noch neu dazu, sicher muss ich nicht unbedingt nach wen suchen. Das Leben ist vielfältig, manches mag man für sich behalten, vieles ist sicher nun gestorben, für irgendeine oberflächliche Beziehung mag noch was übrig sein. Auf jeden Fall möchte ich von Beginn an ehrlich damit umgehen. Es gibt wohl wenige Frauen, die das verstehen. Es ist mir egal, schließlich bin ich nun an einem Punkt, wo eine Beziehung, Sex und Zweisamkeit, nun nicht mehr wichtig sind. Das habe ich von meiner Lebensliebe lernen können. Gefühle sind nichts. Ich bin froh, dass mir das so drastisch beigebracht wurde. Ich danke dieser frau mit meinem Handeln – mehr kann ich nicht tun. Möge sie das anerkennen, ich werde mich nicht nähern, ich bin kein Stalker – ich möchte nur meinen Dank zeigen. Mehr nicht.