Ich habe Schmerzen, nehme Schmerzmittel, alles was ich esse schmeckt fade oder nach altem Maggi…. Ich habe eine Entzündung am Arm im Bereich eines Einstiches zur Blutentnahme, ist geschwollen, verfärbt und fühlt sich warm an. Immer wieder was anderes, wenn es morgen schlimmer ist, werde ich zum Arzt gehen müssen. Jetzt noch eine Thrombose wegen einer Brownüle wäre schrecklich.
Ich werde doch die paar Tage bis Dienstag noch schaffen? Nie hätte ich gedacht, dass das alles doch schlimmer sein könnte. Langsam mache ich mir Sorgen. Meine Mutter hat sich bei meiner Schwägerin erkundigt, ob ich beim Notar unterschreiben werde, mehr nicht. Nun ja, ich habe auch meiner Schwägerin nicht erzählt, dass und warum ich mich operieren lassen muss.
Aber da sieht man mal wieder, von Interesse ist nur das Wohl und wehe meines kleinen Bruders und meine Mutter hat sich nun mal entschieden. Sicher würde ich im hohen Alter mich auch dafür entscheiden was mir am nächsten liegt. Ich hege keinen Groll. Außerdem war das alles seit Jahren voraus zu sehen. Ich war also immer schon vorbereitet.
Das Notariat hat sich gemeldet, heute war und am Montag ist die Notarin nicht im Büro, so daß ich meinen Beitrag, also meine Unterschrift erst am 11.09. im Notariat leisten werde. Damit wird die Familie ihren Willen haben und das Brüderchen seine Garage und den Garten.
Ich denke mal, so wie sich das Verhältnis nun leider entwickelt hat, werde ich nur deren Wünschen entsprechen und sie auch nicht über meine Krankheit und alles andere in Kenntnis setzen.
Es ist gut so, ich komme allein ganz gut zurecht. Einzelgänger, nicht einsam. Keine Verpflichtungen mehr, das Leben kann, wenn ich wieder genesen bin, nicht besser laufen. Die Oma hat immer gesagt, wer weiß wozu das gut ist. Aber ich will nicht klagen, ich will eigentlich nur gesund werden und dann sehe ich weiter.