schon eine Stunde einkaufen und nun wollte ich etwas zeitiger als sonst essen gehen. Das Sushirestaurant macht erst um zwölf auf. Also bin ich erst mal in ein Cafe gegangen und lese und schreibe eben. Da wächst der Appetit und Hunger auf Sushi halt noch.

Es gibt so viele Klamotten in meiner neuen Größe, ich hätte professionelle Hilfe mitnehmen sollen. Ich kaufe nach Sicht, ob das dann praktisch ist und nachhaltig, dazu bedarf es ein anderes Urteilsvermögen. Manchmal helfen die Verkäuferinnen… Aber die müssen ja auch verkaufen, also ist deren Zuspruch vielmals auch nicht mehr als eine freundliche Floskel. Im Prinzip geht es ja nun nur noch darum aus mir mit all den Veränderungen wieder einen vorzeigbaren, wertigen Menschen zu machen. Alles andere werde ich schon so schaffen.

Mit der jetzigen Konstellation kann ich schön zufrieden sein, finde ich. Ich habe die Wohnung und als Hilfe die Hausperle. Ich kann tun und lassen was ich will, bin an niemanden gebunden. Die beste Voraussetzung wohl, um zur Ruhe zu kommen und zu überlegen, wie es weitergehen soll. Manchmal muss man solch eine „Inventur“ machen. Wenn ich so zurückblicke passiert das bei mir alle 15…20 Jahre. Sicher mag es Menschen geben, die dies nicht brauchen, die einfach ruhiger leben. Ich bin wohl auch ein gemütlicher Mensch, aber es gibt Dinge, die man nicht ignorieren kann, die einem, wenn man sie schleifen läßt, irgendwann auf die Füße fallen. Und das tut dann wohl mehr weh, als von Zeit zu Zeit die Reißleine zu ziehen und seine Richtung zu korrigieren.