Nun war ich etwas mehr als drei Stunden zum Verbinden und im Labor. Ich glaube, die wollen nur Angst schüren. Ich fühle mich gut und bis zum Jahresende hat sich alles normalisiert. In all den Jahren habe ich mir keine Gedanken um meine Gesundheit gemacht, ich möchte es für den Rest meines Lebens auch so halten. Und alles andere ist wohl nur medizinische Geldschneiderei bei dem Gesundheitssystem. Die großen Operationen in diesem jahr habe ich eh privat bezahlt, aber ganz sicher hätte jeder Kassenarzt das genausogut operieren können. Mein Hausarzt hat mir empfohlen nach der Operation am 27.09. mich zwölf Tage zur Genesung krank zu schreiben. Sicher wird auch wieder eine Drainage gelegt und der Operant kommt in einen „Köcher“. Man kann dann eventuell schlecht oder nur unter Schmerzen laufen, sagt mein Arzt.  Ich werde drei Kreuze machen, wenn das alles hinter mir liegt. Und nächstes Jahr gibt es nur noch positive Momente!

Ich habe noch jede Menge Urlaubstage, obwohl ich in diesem Jahr bereits viermal für eine Woche, jeweils neun Tage, verreist bin. Mein restliches Jahr ist ja nun mit meinen Wünschen und meiner Genesung verplant, aber zwischen dem 20.10. und dem 12.12. erkenne ich zwei Abschnitte, die geradezu auf eine Urlaubsreise warten. Und was spricht dagegen, wenn ich allein meinen Geburtstag irgendwo in Asien feiere und Ende November, Anfang Dezember zehn Tage auf die Insel Niue fahre. Die Insel Niue wäre vom Klima mein Favorit für eine Auswanderung, das Klima und einige andere Dinge würden einfach in mein Leben passen.

Heute habe ich mal wieder Euromillions gespielt. Aus Spass, natürlich ist es ein Riesenzufall, wenn man hier nach Jahren noch mal gewinnt. Für mich ist es eben nur ein Spiel. Und über Geld redet man nicht und mit Geld sollte man auch nicht spielen. Lotto ist eine Ausnahme, es dient einem guten Zweck. Und manchmal gewinnt mal wer paar Mark.

Die drei Stunden haben meinen Tagesplan ganz schön durcheinander gebracht. Garten war heute nicht, Nach dem Klinikaufenthalt habe ich im Rewe – markt Getränke gekauft, Gin, Tonic, Wodka, Tomatensaft, Schwarzbier. Ich feiere den heutigen Tag. Eine Einstellung gegen mich habe ich heute verloren – mein Bart ist gefallen. Der ist vom 31.10. des letzten Jahres bis eben heute gewachsen. Also der Bart ist ab!

Meine Familie zerfällt, meine Mutter wird alt, braucht sicher auch Hilfe – und ist eben dankbar für jede Handreichung ihres jüngsten Sohnes und dessen Frau. Was soll ich dagegen haben? Ich kann jede Entscheidung meiner Mutter mittragen. Ich hoffe nur, dass die beiden meine Mutter auch pflegen werden, wenn sie der Pflege bedarf. Wenn dem so ist, sollen sie meinethalben alles von ihr haben. Ich brauche nichts und ich möchte auch nichts. Das hat wohl auch was mit meinem gesamten Verhältnis zu der Familie zu tun. Ich habe schon immer mein Leben gelebt, ab meinem 16. Lebensjahr war ich nur noch Gast der Familie. Studium und danach habe ich mich selbst um Wohnraum gekümmert.  Eine Verbindung gab es all die Jahre nur über meinen Vater und meinen älteren Bruder.  Beide sind nun gestorben, die Familie zerfallen. Nach all dem was mein kleiner Bruder und seine Frau so an Gift versprüht haben muss ich nun keinen Kontakt mehr suchen.  Will ich auch nicht. Mag jeder sein Leben leben. Ich habe sicher nicht das schlechteste Los gezogen.  Und wenn meine Prognose hinhaut, mein Wunsch in Erfüllung geht, kann ich doch noch, wenn auch allein  „uralt“ werden. Was will ich mehr? Also alles vorbereiten und wirklich mal auf die Insel fahren.