angekommen, erst mal einen Bus gesucht, niemand spricht oder liest arabisch oder französisch, wir fanden „medina“ und Linie 19 um mit dem Bus in die Stadt zu kommen. Es war schon ein Abenteuer…. aber wir haben es gemeistert. Wo überall man auch hinreist, fast immer wird deutsch oder englisch gesprochen. Nun gut, wir haben unser Hotel gefunden – meine Suite sieht aus wie aus 1001 – Nacht, ein Wahnsinn, märchenhaft, überall am Boden, den Wänden und der Decke ein filigranes Mosaik, dazu Kolonialmoebel und ein richtiges Himmelbett. Technisch ist mein Zimmer auf dem neuesten Stand. Alle notwendigen Verbindungen sind vorhanden, auch ein Riesen- Smart-TV. Ich bin beeindruckt.

Wir sind ja nicht wegen des Hotels hier – also haben wir nach einem wirklich opulenten Mittagessen (Währung: 1 Dirham = ca. 0,10 Euro, die Busfahrt kostete 50 DH! mit Rückfahrt zum Airport), mit wenig Kohlehydraten, aber mit Fleisch und Fisch und viel Obst, beschlossen den Markt, also den Basar und die alte Stadtmauer zu besuchen.

Auf dem Markt ist man genötigt, überall zu probieren, es duftet – ganz so stellt man sich gemeinhin den Orient vor. Es ist wirklich ein tolles Erlebnis. Ein Stück weit außerhalb der Stadtmauer gibt es fast nur noch Steine und Sand. Leider nicht so viel Zeit dahin zu fahren. Vielleicht später mal, wenn ich Rentner bin – könnte ich mir vorstellen, mit einer Karawane durch die Wüste zu ziehen, ein Kick. Man muss ja immer mal wieder merken, dass man noch lebt -auch wenn es das, was man sich wünschte eben nie gab.

Das Leben wird sich weiter abspulen, irgendwann hat es ein Ende, muss es nun noch viel mehr sein? Es war eh alles falsch, was ich mochte und wünschte.

Ich finde es sehr schön, dass ich in genau jenem Moment, als ich total resignieren wollte, gezeigt bekam, dass es alte Bekannte gibt, die mich eben nicht hängen ließen, die mich vor schlimmeren bewahrten. Was hatte ich nach diesem Mittwoch, als ich mit jenem Menschen nur reden mochte und mir dies mit einer „Rochade“ auch genommen wurde, unternehmen sollen. Ich war nahe daran, Hand anzulegen…. Mit dem wegfahren von jenem Parkplatz war alles egal. Keine Ahnung, was mich damals von weit schlimmeren abgehalten hat. Und dann kamen meine alten Schulkameraden….. Eigentlich bin ich froh.