Wie die Zeit verfliegt! Früher habe ich die Zeit organisiert und geplant, heute lebe ich so dahin, von einem Tag auf dem anderen. Und die Zeit rennt. Gestern auf der Burg hatten wir ein tolles Abendessen, extra bestellt und am Tisch flambiert. Es ist wieder spät geworden, schon deshalb erübrigt es sich viel zu planen.
Eigentlich ist der Krankenhaustermin am 2.6. ein unglückliches Datum, vorher Urlaub zu machen ist mir schier unmöglich, und im Juni dann noch zu urlauben und zehn Tage nach Kroatien zu fahren, bekomme ich irgendwie nicht in meine nun nur noch fremd dokrinierten Termine. Und dann ist eh schon wieder Haupturlaubszeit, die ich dieses Jahr mit einer Woche in Bulgarien und zwei Wochen auf irgendeiner Insel in Indonesien oder Philipinen verbringen werde. Kommt eben auf den Preis an.
Heute gibt es einen ruhigen Abend nach dem Schlado, bestenfalls werde ich noch ins Fitnessstudio gehen, das hängt aber wohl eher davon ab, wann ich hier loskomme.
Im Gewächshaus muss ich noch gießen. In diesem Jahr werde ich eine neue Bewässerungstechnik im Gewächshaus installieren. Der Perlschlauch unterirdisch hat sich im Laufe der Jahre als unzuverlässig und viel zu naufwändig erwiesen. Nun werde ich mit einem neuen System das Wasser an die Pflanze heranleiten, so daß immer nur die unmittelbare Umgebung der Wurzel bewässert wird. Auch um so einer etwaigen Braunfäule bei den Tomaten vorzubeugen.
Hoffentlich bleibt das Wochenende trocken. Ich muss noch Kartoffeln legen und ein bisschen Platz schaffen, wo der Landschaftsgärtner eine neue Blumenrabatte anlegen soll. Dabei müssen nun meine Kräuter weichen. Die sollen in eine andere Ecke des Gartens zusammen gepflanzt werden, sozusagen ein „Kräuterensemble“, eingerahmt in Steine und Buchs.
All diese Veränderungen lasse ich machen. Vielleicht fehlen mir die Ideen, wohl aber ist es mehr daran gelegen, dass ich in letzter Zeit an allem was ich tue zweifele. Denke, nach all den Worten bin ich so schlecht, dass ich nichts mehr fertig bringe. Irgendwie eine innere Schranke, die mich nun nicht mehr so weiter machen läßt, wie es noch vor Jahren war. Vielleicht verschwindet diese Blockade mal wieder – irgendwann. Ich werde alles tun, damit diese Haltung, dieses vor die Hunde gehen, irgendwie überwunden werden kann.