Rasch vergeht die Zeit, am 05.09. gehe ich ins Krankenhaus, wenn alles in Ordnungt ist, werde ich einen Tag später operiert, Ende der Woche bin ich wieder zu Hause, also nichts mit ambulant, bisschen Fleisch abschneiden und wieder nach Hause… Falls da noch was nachkommt wird damit sicher nicht unmittelbarnach der OP begonnen. Ich gehe aber erst einmal davon aus, dass nach der OP diesbezüglich nichts mehr gemacht werden muss. Es also zu keinen weiteren Geschwüren oder sonstwas kommt. Ich werde das also sicher überleben. Wohl dank jener Frau das alles gerade nochmal rechtzeitig erkannt, im Prinzip hat sie mir das Leben gerettet. Seit November habe ich an meiner Gesundheit herumdoktern lassen und alles nur, nachdem diese Frau mich darauf aufmerksam gemacht hat, etwas zu unternehmen. Ich kann ihr also gar nicht genug danken.

Letzte Nacht habe ich vor Schmerzen kaum schlafen können. Aber zuviele Tabletten schädigen nur meine Leber und die Nieren. Irgendwie werde ich mich noch bis zur nächsten Woche schleppen und ablenken. Nach der OP weiß ich mehr – ich hoffe nur, dass das dann nicht mit anderen Organen oder Gewebe weitergeht. Ich finde, ich habe noch eine Chance auf ein bisschen Leben verdient. Und ich war immer Optimist, ich mag gar nicht an das Schwarze, Dunkle denbken, geschweige in das dunkle Loch fallen. Es wird schon werden, ich kann mir ja hier Mut zusprechen.

Heute gehe ich in die Sauna und anschließend irgendwohin etwas essen, gestern gab s Sülze und Bratkartoffeln – ich konnte schon dem Gedanken daran nicht widerstehen….

Heute Morgen gabs nur Ingwertee und Joghurt pur, vorhin zu Mittag rote Paprika und Kräuterquark – sicher ist da heute Abend noch ein Stück Fisch oder ein gemischter Salat mit Thun drin?

Ich habe mich sogar zu meiner Zeitenwendefete an meine auferlegte Diät gehalten und nicht mehr als 1.174 kcal von 1.200 kcal, die ich für mich zur Zeit errechnet hatte, aufgenommen.

Trotzdem geht es nun langsamer das abnehmen, es ist ja nicht mehr soviel vom Ziel entfernt. Ich hatte mich damals mit so vielen Dingen zu diesem Thema beschäftigt, ich hatte mir all das viel zu schwierig gemacht. Es gibt weit einfachere Wege.

Deshalb werde ich auch noch etwas anderes probieren. Auch wenn ich nun eigentlich nicht mehr in die Gruppe der adipösen falle, werde ich mir auf eigene Kosten einen Magenballon einsetzen lassen. Es muss mir gelingen, erstens das Wunschgewicht zu erreichen und zweitens meine Gewohnheiten in einem Jahr so umzustellen, dass ich langfristig nicht mehr zunehme.

Zu einer operativen Magenverkleinerung oder dergleichen habe ich „leider“ bereits zuviel mit meiner Methode abgenommen. Außerdem wäre das auch eine größere OP, das muss nicht sein. Man soll das Schicksal ja nicht herausfordern. So ein Magenballon kostet ca. 1.400 €, das investiere ich gerne in meine Gesundheit.

Nach meiner anstehenden OP und dem Einsetzen eines Magenballons werde ich erst mal zur Kur fahren – ans Meer, auch wenn ich da selbst noch was drauf  zahlen muss. Das ist egal.

Das Jahr ist vrplant, den Resturlaub werde ich zum Jahresende nehmen, wahrscheinlich in Marienbad. So rasch kann ein Jahr zu Ende gehen. Jetzt wo ich alleine bin, habe ich weniger freie Zeit als früher.  Ich würde mir noch ein paar mehr ruhige Stunden alleine wünschen, zum lesen und schreiben, Dinge machen, die jahrelang nicht möglich waren.