Die Zeit vergeht, Feiertag und Mittwoch sind rum, es heilt und heilt. Freilich gibt es noch Schmerzen, aber es scheint wenigstens keine Komplikationen mit der Wunde zu geben. Das Ergebnis all meiner Bemühungen kann leider noch nicht eingesehen werden. Es ist alles farbig und noch immer stark geschwollen. Bis Freitag warte ich noch, dann werde ich mal meinen Arzt anrufen wegen des histologischen / zytologischen Befundes. Aber mir geht es so gut, ich erwarte da nichts mehr. Alles gut!

Durch die Schwellung kann ich mich noch nicht so bewegen wie ich das möchte. Gestern blieb ich zu Hause, habe am Rechner gearbeitet, alte Daten gelöscht, verschiedene Dinge diktiert und geschrieben. Heute waren hier verschiedene Handwerker. Draußen wurden die Fugen der Natursteinsäulen nachgearbeitet, im Haus hat der Schornsteinfeger die Abluftfilter und den Abzug kontrolliert. In den nächsten Tagen soll die Begrünung am Freisitz neben der Garage endlich geschnitten werden, die Dachrinne am Garagenhaus gereinigt und das Dach versiegelt werden.  Im Treppenhaus soll nun endlich ein Handlauf an der unteren Treppe angebracht werden. Alles kleine Arbeiten, die man selbst hätte machen können, aber in einer Eigentümergemeinschaft immer erst einer Abstimmung bedürfen…. Niemals würde ich je wieder eine Wohnung in einem Komplex kaufen. Man muss immer Rücksicht auf die Befindlichkeiten der anderen Eigentümer nehmen – und haben die kein Geld, ist ein Projekt gestorben oder man muss eben warten….

Ein paar Tage werde ich wohl noch brauchen, bis sich die Wunde erholt hat und der Berührungsschmerz nachläßt. Irgendwie brauche ich einen Verband, eine Art Köcher um das zu schützen. Ab und an muss ich schon mal vor die Tür. Es gibt tatsächlich manche Dinge, die ich selbst erledigen mag, die niemanden etwas angehen.

Manchmal habe ich den Eindruck, dass ich seit der letzten Operation irgendwie schneller, also mehr abgenommen hatte als früher.  Jetzt wo ich für den Rest eigentlich ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen möchte. Hoffentlich klappt das.  Und vor allem: die Haut muss weg! Wenn es nicht anders geht, bezahle ich halt die Straffung. Ich hatte nun schon soviel Geld in mein neues Leben, in meinen letzten Lebensabschnitt gesteckt, da kommt es darauf sicher nicht mehr an. Das Ergebnis soll mir gefallen, was ich damit dann mache, weiß ich noch nicht. Das Leben sorgt eh für alle diese Überraschungen selbst. Ich lass mich also überraschen. Und natürlich hatte ich mir eine deadline gesetzt. Mit dem neuen Jahr möchte ich mein neues Leben einläuten, beginnen. …und mich überraschen lassen, was ich noch erleben darf.