es reicht eigentlich schon, wie ich beurteilt wurde. Sicher kann ich diese großen Worte akzeptieren. Meine Seele und mein Herz bekomme ich nicht auf diese Linie. Man, warum musste mir in meinem Alter das passieren, was man vielleicht mal in jungen Jahren durchlebt, nicht aber mit sechzig. Wenn es einen Schalter gäbe, ich würde den herumreißen, nicht nur ausschalten…..

Es hat  ja keinen Sinn, nun noch jenen Dingen nach zu hängen, aber das Herz und die Seele führen ein autarkes Dasein. Und das macht mich kaputt. Auch wenn mir nun gesagt wurde, wie ekelig und was für ein Egoist ich doch bin, die vermaledeite Seele führt ein Eigenleben. Ich war schon immer romantisch, ok – nicht jedoch sentimental. Ich stand noch immer auf dem Boden der Tatsachen, konnte objektiv entscheiden, was zu tun ist und dies konsequent verfolgen. Und hier, in dieser Situation, die nun so gar nichts mehr mit meinem Leben zu tun haben darf, gelingt es mir einfach nicht mehr konsquent und objektiv zu sein. Mein ganzer Freundeskreis würde nicht verstehen, wie ich nun in den Scherben eines riesigen Gefühls stehe und nicht mehr weiter weiß.   Ich will ganz sicher nicht mehr daran denken, dass man mir gesagt hat, wie wenig man von mir hält, aber dieses Unterbewußtsein gaukelt mir Gedanken daran vor, zwingt mich nachts zu träumen, hinter jedem Ding wittere ich weitere Anschuldigungen. Man hat mich sehr stark getroffen, an einer Stelle, zu der sonst in meinem ganzen Leben niemand vorgedrungen ist.

Ich hatte so ein ruhiges, freies und selbstbestimmtes Leben, bis man der Meinung war, mir wohl mal eins auszuwischen. Warum auch sonst hat sich das alles genauso zugetragen, warum auch sonst musste immer und immer wieder nach getreten werden? Und anschließend wurde heraus gearbeitet, was ich doch für ein schlechter, egoistischer Kerl bin. Und damit wars genug- Ziel erreicht.Ein schlechter Mensch (worst man) ist am Leben schier am verzweifeln. War es das wert?